Russlands neue Gesetze: So soll der Nachschub an Soldaten gesichert werden.
Begrenzte Einberufung von Reservisten geplant
Nach Angaben von UATV: Der Kreml schafft die Voraussetzungen für eine begrenzte Einberufung von Reservisten, um die hohen Verluste im Krieg gegen die Ukraine auszugleichen. Die russische Regierung hat bereits einen Gesetzentwurf verabschiedet, der die Verantwortung für die Umgehung des Dienstes verschärft. Die Vorbereitungen für solche begrenzten Einberufungen laufen seit Herbst 2025.
Gesetzesänderungen und ihre Ziele
Am 18. Februar 2026 hat die russische Staatsduma in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, der härtere Strafen für die 'Verzerrung der historischen Wahrheit' und die 'Umgehung der Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes' vorsieht. Diese Initiative zielt darauf ab, die gesellschaftliche Wahrnehmung der Dienstverweigerung als 'sozial inakzeptabel' zu formen, wie der Abgeordnete Anatoli Wyborny erklärte. Dies ist Teil einer breiteren Kampagne, um den Widerstand gegen den Militärdienst zu brechen.
Bereits im Oktober 2025 verabschiedete die russische Regierung ein Gesetz, das den Einsatz von Reservisten außerhalb des Landes auch ohne offizielle Mobilmachung erlaubt. Diese Maßnahme soll militärische Operationen unterstützen, ohne formelle Verfahren zu durchlaufen, die öffentliche Unruhe auslösen könnten.
Im November 2025 erlaubte Präsident Wladimir Putin zudem, Einberufungsmaßnahmen über das gesamte Jahr hinweg durchzuführen. Diese Entscheidung erweitert die Möglichkeiten für die Organisation von Einberufungen und unterstreicht die Absicht des Kremls, einen ständigen Pool an Soldaten bereitzuhalten.
Darüber hinaus unterzeichnete Putin im Dezember 2025 ein Dekret zur zwangsweisen Einberufung inaktiver Reservisten zu 'Militärübungen' im Jahr 2026. Dieser Schritt zeigt den wachsenden Bedarf an militärischen Ressourcen und die Bereitschaft der Regierung, alle verfügbaren Instrumente zur Unterstützung der Kriegsführung zu nutzen.
Die umfassende Mobilisierung im September 2022 hatte massive Unzufriedenheit in der Bevölkerung ausgelöst. Seither sucht die Staatsführung nach Wegen, die Kontrolle über die Situation zu behalten, insbesondere durch die Verschärfung der Strafen für Dienstverweigerung und Änderungen im Reservistengesetz.
Die Maßnahmen des Kremls deuten auf erhebliche Probleme bei der Auffüllung der Armee und eine hohe Wahrscheinlichkeit einer weiteren Verschärfung der militärischen Konflikte hin. Die gesetzlichen Änderungen zur Kontrolle der Dienstverweigerung könnten auch auf wachsende Besorgnis der Regierung über die öffentliche Wahrnehmung des Militärdienstes hindeuten. Die Verschärfung der Strafen ist ein Versuch, die sozialen Spannungen aus früheren Mobilisierungen zu verringern und gleichzeitig auf einen lang andauernden Konflikt vorzubereiten, der einen stetigen Nachschub an Soldaten erfordert.
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