Russland hat den Friedensplan der Ukraine abgelehnt: Der Kreml erklärte, weiter kämpfen zu wollen.
Nach Angaben von ТСН: Die Führung Russlands hat erneut ihre Weigerung bestätigt, einen friedlichen Ausweg aus dem Konflikt zu suchen. Im Außenministerium der RF wurde klar erklärt, dass der Kreml nicht die Absicht hat, in naher Zukunft Vereinbarungen über einen Waffenstillstand zu unterzeichnen, selbst wenn es möglicherweise positive Signale für Verhandlungen gibt.
Diese Informationen finden sich im Bericht des Instituts für Kriegsstudien (ISW).
Moskau hat entschieden von dem 20 Punkte umfassenden Friedensplan abgelehnt, den Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, der internationalen Gemeinschaft vorgestellt hat.
Laut Rjabkow sei es "unzweckmäßig", konkrete Fristen für eine friedliche Regelung festzulegen. Der russische Diplomat versuchte auch, die Verantwortung abzuwälzen und wies darauf hin, dass die Bemühungen der Ukraine und Europas die Erreichung des Friedens behindern.
In Russland wurde festgestellt, dass der ukrainische Plan erheblich von dem abweicht, was der Kreml möchte, und man bekräftigte die Bereitschaft, die Kampfhandlungen bis zur Erreichung seiner Ziele fortzusetzen.
ISW-Experten weisen darauf hin, dass die tatsächlichen Ziele Moskaus unverändert bleiben: die Zerschlagung der ukrainischen Armee, der Sturz der legitimen Regierung und die Beseitigung der Souveränität der Ukraine.
Manipulationen mit dem "Abkommen in Anchorage"
Die russische Seite versucht, das sogenannte "Ancoridge-Abkommen" zu eigenen Zwecken zu nutzen. Es bezieht sich auf ein Treffen zwischen den USA und der RF in Anchorage im August 2025, dessen Ergebnisse Gegenstand von Spekulationen bleiben.
Rjabkow behauptet, dass während dieses Treffens Washington und Moskau angeblich bestimmte Grundlagen vereinbart haben, die "fundamental" für Russland sind. Der Kreml besteht darauf, dass diese Vereinbarungen "keine Alternativen" haben und jeder Friedensprozess strikt in diesen Rahmen stattfinden muss.
ISW weist jedoch darauf hin, dass die russische Version der Ereignisse nicht mit den Berichten der USA über dieses Treffen übereinstimmt. Moskau nutzt absichtlich die Ungewissheit, um die Welt davon zu überzeugen, dass die USA bereits russische Bedingungen akzeptiert haben.
Neben den Forderungen an die Ukraine wendet sich Russland erneut an den NATO-Erpressung. Das Außenministerium der RF erklärte, dass die "Hauptgründe" für den Krieg die NATO-Erweiterung sind, und verlangt die Beseitigung dieser Faktoren.
Rjabkow betonte, dass jede Vereinbarung die Ultimaten berücksichtigen müsse, die Russland dem Westen Ende 2021 gestellt hat, und somit radikale Veränderungen in der Sicherheitsarchitektur in Europa verlangt.
Wir erinnern daran, dass die Ukraine zusammen mit ihren westlichen Partnern einen klaren Rahmen für den Abschluss des Konflikts entwickelt hat, der bereits mit den Vereinigten Staaten und europäischen Ländern abgestimmt wurde, jedoch hat die offizielle Moskauer Regierung bisher ihre Position nicht präsentiert.
Früher bemerkte der ukrainische Politologe Wadim Denisenko, dass der 20 Punkte umfassende Friedensplan, der von Präsident Wolodymyr Selenskyj verkündet wurde, keine Unterzeichnung vorsieht und vor allem politische Ziele verfolgt.
Somit bleibt die Situation rund um die Friedensverhandlungen angespannt. Die Weigerung Russlands, den ukrainischen Plan anzunehmen, sowie die Nutzung vergangener Vereinbarungen für politischen Druck erschweren die Möglichkeiten für einen Dialog. Die Fortsetzung der Kampfhandlungen und der Mangel an Friedenswillen seitens des Kremls belassen die Situation in der Ukraine in äußerst besorgniserregender Lage, und die weiteren Schritte der internationalen Partner könnten in diesem Kontext entscheidend sein.
Lesen Sie auch
- Tödlicher Angriff auf Babynahrungsfabrik bei Kiew: Vier Tote und sieben Verletzte
- Nächtlicher Großangriff abgewehrt: Ukraine meldet 198 abgeschossene Drohnen
- Selenskyj fordert Putin zu direkten Gesprächen auf: Ein Brief als Friedenssignal
- Kiew schlägt Putin einen neuen Friedensplan vor: Was Selenskyj in einem offenen Brief fordert
- 705 Kinder seit Beginn des Krieges getötet: Die Ukraine ehrt die Opfer russischer Aggression
- Syrskyi warnt vor neuer Luftbedrohung: Russland erhöht die Produktion von jetgetriebenen Drohnen

