Thwaites-Gletscher: Warmes Wasser unter dem Eis beschleunigt den Rückzug.

Thwaites-Gletscher: Warmes Wasser unter dem Eis beschleunigt den Rückzug
Thwaites-Gletscher: Warmes Wasser unter dem Eis beschleunigt den Rückzug

Forschungsmission am antarktischen Thwaites-Gletscher

Nach Angaben von TSN.ua: Einem internationalen Wissenschaftsteam gelang bei seiner Expedition zum Thwaites-Gletscher in der Antarktis ein bedeutender, aber auch von Pannen begleiteter Durchbruch. Kurz vor dem Ziel, in weniger als einem Kilometer Entfernung, blieb das Hauptgerät der Forscher im Eis stecken. Trotz dieses Rückschlags setzte das Team seine Arbeiten fort und schaffte es, ein etwa 1000 Meter tiefes Bohrloch zu erstellen, um die gewünschte Eisschicht zu erreichen.

Die gewonnenen Daten offenbarten eine alarmierende Entwicklung: Das Wasser unter dem mächtigen Eispanzer ist deutlich wärmer und strömt schneller als bisher angenommen. Diese Erkenntnis ist zentral, um die Dynamik und das Abschmelzen dieses riesigen Gletschers zu verstehen. Allerdings steht das Team unter enormem Zeitdruck, denn ohne die Zufuhr von heißem Wasser würde das Bohrloch innerhalb von nur 48 Stunden wieder zufrieren und den weiteren Zugang versperren.

Stimmen aus dem Forscherteam

Die Stimmung im Team schwankt zwischen Frustration und Entschlossenheit. Teammitglied Keith Makinson beschrieb die Situation mit den Worten:

„absolut schrecklich“
. Sein Kollege Won Sang Lee betonte dagegen die Fortsetzung der Arbeiten trotz aller Widrigkeiten. Die Untersuchung des Thwaites-Gletschers, oft auch als „Doomsday-Gletscher“ bezeichnet, ist von entscheidender Bedeutung, da sein potenzieller Kollaps den globalen Meeresspiegel erheblich ansteigen lassen könnte.

Der Vorfall verdeutlicht die extremen Herausforderungen der Polarforschung. Die neuen Daten zu Temperatur und Strömung unter dem Eis sind jedoch ein wertvoller Puzzlestein. Sie helfen, genauere Modelle für das Abschmelzverhalten zu entwickeln und die Folgen für die weltweiten Küstenregionen besser abzuschätzen. Die Forschung in dieser lebensfeindlichen Umgebung bleibt unverzichtbar, um die Risiken der Klimakrise zu quantifizieren.


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