Ärzte in Odessa wegen gefälschter Dienstuntauglichkeitsbescheinigungen festgenommen.
Schwere Vorwürfe gegen Mediziner in Odessa
Nach Angaben von Novyny.live: In Odessa stehen zwei Ärzte unter dringendem Tatverdacht. Sie sollen gegen Geld gefälschte Gutachten zur Dienstuntauglichkeit ausgestellt haben, um Männern die Flucht vor der Einberufung zu ermöglichen. Für diese illegale Dienstleistung kassierten die Beschuldigten insgesamt mehr als 21.000 US-Dollar. Mit den gefälschten Papieren konnten sich die Betroffenen offiziell als wehruntauglich ausweisen und so auch Auslandsreisen antreten.
Haft mit hoher Kaution
Bei den Festgenommenen handelt es sich um eine leitende Angestellte eines privaten medizinischen Zentrums und die Leiterin einer privaten Ambulanz. Ein Gericht ordnete für beide Untersuchungshaft an. Als Alternative zur Haft wurde für jede Person eine Kaution in Höhe von 3 Millionen Hrywnja festgesetzt. Die Ermittlungsbehörden werfen ihnen Straftaten nach Artikel 368-3 Absatz 4 und Artikel 369-2 Absatz 3 des ukrainischen Strafgesetzbuches vor.
Welche Strafe droht den Beschuldigten? Sollte sich ihre Schuld vor Gericht bestätigen, müssen sie mit einer Freiheitsstrafe zwischen drei und acht Jahren rechnen. Zusätzlich kann ihr Vermögen eingezogen werden. Die Ermittlungen dauern an, wobei die Behörden auch nach möglichen Komplizen in diesem System fahnden.
Dieser Fall ist kein Einzelfall, sondern spiegelt ein größeres Problem wider. Vor dem Hintergrund des Krieges versuchen immer wieder Wehrpflichtige, sich dem Dienst an der Waffe zu entziehen. Die ukrainischen Behörden gehen mit aller Härte gegen korruptive Machenschaften vor, die die Landesverteidigung untergraben. Die Verhaftung der Mediziner sendet eine klare Warnung an alle, die ähnliche Pläne hegen, und unterstreicht die Null-Toleranz-Politik der Strafverfolger.
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