Neue Funde stellen die Mega-Flut im Mittelmeer vor 5 Millionen Jahren infrage.
Zweifel an der Theorie einer verheerenden Mega-Flut
Nach Angaben von TSN.ua: Die gängige Theorie einer katastrophalen Mega-Flut im Mittelmeer vor 5 Millionen Jahren gerät durch neue Forschungsergebnisse ins Wanken. Wissenschaftler entdeckten am Grund des Alborán-Meeres perfekt flache Sedimentschichten, die der Vorstellung einer gewaltigen Flutwidersprechen. Diese Entdeckung stellt die bisherige Lehrmeinung zu einem der dramatischsten geologischen Ereignisse der Erdgeschichte auf den Prüfstand.
Ausgangspunkt der Untersuchungen war die Erkenntnis, dass die heutige Straße von Gibraltar vor 5 Millionen Jahren von einer Salzkruste bedeckt und trocken lag. Diese Tatsache zwang die Forscher, die bekannten geologischen Abläufe in der Region neu zu bewerten. Bereits 1970 hatte das Bohrschiff 'Glomar Challenger' im Hafen von Lissabon spektakuläre Proben an Land gebracht, die die Grundlage für spätere Studien bildeten.
Untersuchungen am Grund des Alborán-Meeres
Im Dezember 2023 untersuchten Forscher erneut den Meeresboden des Alborán-Meeres. Dort fanden sie perfekt ebene, feinste Sedimentschichten in verschiedenen Farben. Dieses Phänomen deutet nach Ansicht der Wissenschaftler auf sehr ruhige und stabile Ablagerungsbedingungen hin. Ein solch feines Schichtungsmuster, so betonen die Forscher, lässt sich nicht mit den chaotischen Prozessen einer katastrophalen Überflutung vereinbaren.
Wie Rachel Flecker betonte: 'Diese unglaublich feine Schichtung erfordert sehr ruhige Bedingungen.'
Die neuen Daten erzeugen eine Art wissenschaftliches Rätsel mit fehlenden Beweisstücken, da die traditionelle Fluttheorie keine Bestätigung in den aktuellen Funden findet. Wenn es kein gigantischer Wasserfall war – was ist dann wirklich geschehen? Diese Frage bleibt vorerst offen, doch die Bedeutung der Studien für das Verständnis der Geschichte des Mittelmeeres ist unbestritten. Sie könnten nicht nur unsere Sicht auf geologische Prozesse, sondern auch auf die Evolution der gesamten Region verändern.
Die Ergebnisse dürften erhebliche Auswirkungen auf künftige Forschungen zur Geologie des Mittelmeeres und seiner Ökosysteme haben. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass eine Neubewertung vergangener Ereignisse helfen kann, heutige ökologische und klimatische Veränderungen in der Region besser zu verstehen. Da die neuen Daten etablierten Theorien widersprechen, ist es wichtig, die Untersuchungen fortzusetzen, um die historischen Prozesse, die das Mittelmeer und seine Umwelt geformt haben, besser zu entschlüsseln.
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