Ab April 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – So viel bleibt netto übrig.

Ab April 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – So viel bleibt netto übrig
Ab April 2026: Neue Mindestlohn-Regelung in der Ukraine – So viel bleibt netto übrig

Änderungen beim ukrainischen Mindestlohn ab April 2026

Nach Angaben von Novyny.live: Im April 2026 treten in der Ukraine neue Vorschriften zur Mindestvergütung in Kraft. Der gesetzlich festgelegte Mindestlohn darf dann nicht unterschritten werden und beträgt monatlich 8.647 Hrywnja, was einem Stundenlohn von 52 Hrywnja entspricht. Grundlage dieser Anpassung sind die Gesetze ‚Über die Vergütung der Arbeit‘ und ‚Über den Staatshaushalt der Ukraine für das Jahr 2026‘.

Wichtig zu wissen: Vom Brutto-Mindestlohn werden Steuern und Abgaben einbehalten. Konkret fallen 5 % Militärsteuer (432 Hrywnja) sowie 18 % Einkommensteuer (1.556 Hrywnja) an. Das bedeutet, dass der tatsächliche Nettolohn der Beschäftigten unter dem genannten Mindestbetrag liegt. Arbeitnehmer sollten diese Abzüge bei ihrer persönlichen Finanzplanung berücksichtigen.

Zusätzliche Zahlungen und Schutz für benachteiligte Gruppen

Bestimmte Vergütungsbestandteile werden nicht auf den Mindestlohn angerechnet. Dazu zählen:

  • Zuschläge für erschwerte Arbeitsbedingungen,
  • Nachtarbeitsstunden,
  • Überstunden,
  • Reisetätigkeit,
  • Feiertagsprämien.

Diese zusätzlichen Leistungen bleiben also bei der Berechnung des Mindestlohns unberücksichtigt.

Für Menschen mit dauerhafter Erwerbsminderung gelten im Jahr 2026 besondere Regelungen: Die monatliche Mindestzahlung beträgt ebenfalls 8.647 Hrywnja, während der Höchstsatz bei 34.588 Hrywnja liegt. Dadurch erhalten besonders schutzbedürftige Personengruppen eine verbesserte finanzielle Absicherung.

Zusammengefasst zielen die neuen Mindestlohnregeln ab April 2026 darauf ab, die soziale Absicherung der Arbeitnehmer zu stärken und klare Berechnungsgrundlagen für Löhne zu schaffen.

Mit der Einführung der neuen Mindestlohnvorschriften verfolgt die Ukraine nicht nur das Ziel, den Lebensstandard der Beschäftigten zu heben, sondern auch die Arbeitsbedingungen für verletzliche Bevölkerungsgruppen zu verbessern.

Trotz der Anhebung des nominalen Mindestlohns ist zu beachten, dass die Steuerabzüge das Nettoeinkommen der Arbeitnehmer schmälern. Dieser Aspekt könnte in der gesellschaftlichen Debatte über soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftspolitik des Landes eine wichtige Rolle spielen.


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