Kenias Außenminister reist nach Russland: Rekrutierung von Afrikanern im Fokus.
Reise des kenianischen Außenministers nach Moskau
Nach Angaben von TSN.ua: Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi wird noch in dieser Woche nach Russland reisen. Im Zentrum der Gespräche steht die Anwerbung kenianischer Staatsbürger für die russische Armee. Nach Angaben ukrainischer Behörden könnten über 1700 afrikanische Staatsangehörige an Kampfhandlungen beteiligt sein, darunter mehr als tausend aus Kenia.
Die Rekrutierung von Afrikanern durch das russische Militär sorgt in mehreren Ländern für Unruhe. Bereits im Februar meldeten die Behörden Ghanas, dass über 50 ihrer Landsleute nach Kämpfen gegen die Ukraine ums Leben kamen. Die Menschenrechtsorganisation Inpact fand in geprüften Rekrutenlisten mehr als 1400 Personen aus verschiedenen afrikanischen Staaten. Die Länder mit den meisten Angeworbenen sind:
- Kamerun
- Ägypten
- Ghana
Mudavadi betonte die Dringlichkeit des Themas und erklärte:
'Wir wollen auf das Leid kenianischer Familien aufmerksam machen und praktische Lösungen für dieses Problem finden.'
Die ghanaische Regierung forderte Russland bereits auf, die Anwerbung ihrer Bürger zu stoppen – ein Zeichen für die Schwere der Lage und ihre Auswirkungen auf afrikanische Staaten.
Ziele des Besuchs und internationale Folgen
Die Reise des kenianischen Außenministers dient nicht nur der Problemerörterung, sondern auch der Suche nach Wegen, die Rechte kenianischer Staatsbürger zu schützen. Die zunehmende Sorge um die Rekrutierung von Afrikanern könnte die internationalen Beziehungen spürbar belasten.
Afrikanische Länder, die bereits Verluste ihrer Bürger in Konflikten beklagen, werden dieses Thema vermutlich verstärkt auf internationalen Foren ansprechen. Sie wollen die Sicherheit ihrer Bevölkerung gewährleisten und eine weitere Eskalation verhindern. Mudavadis Visite könnte ein wichtiger Schritt sein, um Kenias Position und die anderer afrikanischer Staaten im Kampf gegen illegale Anwerbung zu stärken.
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