Ukrainisches Verteidigungsministerium kündigt bis Jahresende Reform der Streitkräfte mit neuen Gehältern und Entlassungen an.
Neustrukturierung der ukrainischen Verteidigungskräfte
Nach Angaben von Espreso.tv: Das ukrainische Verteidigungsministerium hat weitreichende Veränderungen für die Streitkräfte angekündigt. Diese umfassen sowohl eine Überarbeitung der Besoldungsstruktur als auch neue Regelungen für Dienstfreistellungen. Zudem sind konkrete Schritte zur Entlassung von Soldaten geplant. Die entsprechenden Beschlüsse wurden am 12. Juni gefasst.
Kernpunkt der Neuerungen ist eine deutliche Anhebung der finanziellen Leistungen. Das grundlegende Gehalt der Soldaten steigt von 20.000 auf 30.000 Griwna. Für Verwundete gibt es nun eine monatliche Zahlung von 100.000 Griwna, die über einen Zeitraum von 12 Monaten gewährt wird. Im Durchschnitt verdienen Soldaten jetzt 300.000 Griwna – eine massive Verbesserung ihrer finanziellen Situation.
Entlassungswelle für Langzeitgediente
Bis zum Jahresende sollen auch Soldaten entlassen werden, die bereits seit 2014 oder 2022 im Dienst stehen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hat angeordnet, dass die neuen Zulagen bereits im Juni ausgezahlt werden. Parallel dazu erklärte Mychajlo Fedorow, dass im Zuge der Reform der Wehrdienststruktur die Möglichkeit geschaffen wurde, Soldaten aus dem Vertragsdienst über die App 'Armija+' zurückzuholen.
Diese Maßnahmen sind Teil einer übergreifenden Strategie zur Modernisierung des ukrainischen Militärs. Ziel ist es, den sozialen Schutz der Soldaten deutlich zu verbessern. Die Anpassungen bei der Bezahlung und sozialen Absicherung könnten die Moral in der Armee stärken, besonders angesichts des anhaltenden Konflikts. Die höheren Gehälter und neuen Verwundetenzahlungen zeigen das Bestreben des Staates, für angemessene Bedingungen zu sorgen, was die Loyalität und Einsatzbereitschaft der Truppe fördern soll. Gleichzeitig werfen die geplanten Entlassungen Fragen zur künftigen Truppenstruktur und möglichen Auswirkungen auf die Personalstärke auf.
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