Paton-Brücke in Kiew: Notrestaurierung wegen Überlastung und erschöpfter Lebensdauer.

Paton-Brücke in Kiew: Notrestaurierung wegen Überlastung und erschöpfter Lebensdauer
Paton-Brücke in Kiew: Notrestaurierung wegen Überlastung und erschöpfter Lebensdauer

Besorgniserregender Zustand des Bauwerks

Nach Angaben von TSN.ua: Seit dem Jahr 2018 gilt die Paton-Brücke in Kiew offiziell als 'nicht funktionsfähig'. Ihr technischer Zustand wird mit der niedrigsten Stufe fünf bewertet, da ihre ursprünglich geplante Lebensdauer vollständig aufgebraucht ist. Um diesen zentralen Verkehrsknotenpunkt weiter nutzen zu können, ist eine dringende Restaurierung unumgänglich. Diese sieht die Verstärkung der Stahlträger und den Austausch der Beleuchtungsmasten vor. Die Brücke ist ein wichtiges Bindeglied über den Dnipro und trägt maßgeblich zur Entlastung des Stadtverkehrs bei.

Massive Überlastung erfordert schnelles Handeln

Die Dimension des Problems wird an der täglichen Auslastung deutlich: Ursprünglich für maximal 10.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt, muss die Brücke heute ein Verkehrsaufkommen von 100.000 bis 120.000 Autos bewältigen – das Zehnfache der Planung. Diese extreme Dauerbelastung hat in Verbindung mit fortschreitender Korrosion an allen Bauteilen zu einem kritischen Zustand geführt.

„Die Brücke kann grundsätzlich ohne Durchführung von Reparatur- oder Restaurierungsarbeiten nicht weiter betrieben werden“ — Olexandr Schymanowskyj.

Die geplante Restaurierung wird in zwei Phasen ablaufen:

  • In der ersten Phase werden die vier Hauptträger und ihre Verbindungen verstärkt.
  • Die zweite Phase umfasst die Sanierung der Querträger, des Geländers und der Beleuchtungsmasten.

Da die Brücke seit 2004 den Status eines Architekturdenkmals besitzt, erfolgen die Arbeiten als Restaurierung und nicht als einfacher Kapitalumbau. Diese Maßnahmen sind zwingend erforderlich, um die Sicherheit und Funktionalität des Bauwerks für die Zukunft zu gewährleisten. Die Sanierung wird nicht nur die Verkehrssicherheit in der ukrainischen Hauptstadt erhöhen, sondern auch ein bedeutendes Zeugnis der Ingenieurbaukunst bewahren.


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