Moldau plant Schnellstrecke nach Chișinău: Zeitplan und Tempo im Fokus.
Moldau modernisiert sein Schienennetz
Nach Angaben von Novyny.live: Die Republik Moldau hat ein umfassendes Modernisierungsprogramm für ihre Eisenbahn angekündigt. Kernstück ist der Bau einer neuen, schnellen Bahnverbindung zwischen Ungheni und der Hauptstadt Chișinău. Die Züge auf dieser Strecke sollen künftig mit bis zu 140 km/h verkehren. Bis zum Jahr 2026 soll die technisch-wirtschaftliche Machbarkeitsstudie für das Vorhaben abgeschlossen sein.
In einer ersten Ausbaustufe ist die Elektrifizierung von etwa 25 Kilometern Gleis geplant. Das Vermögen der neu zu schaffenden Bahngesellschaft wird auf rund 1,5 Milliarden Moldau-Leu veranschlagt. Laut dem moldauischen Infrastrukturminister Vladimir Bolea ist das Ziel, die Machbarkeitsstudie für die neue Linie von Ungheni nach Chișinău im Jahr 2026 fertigzustellen. Dieses Projekt ist Teil größerer Bemühungen, die Verkehrsinfrastruktur des Landes an europäische Standards anzupassen.
Reform der Bahn als wirtschaftliche Notwendigkeit
Die moldauische Staatsbahn CFM erzielte zwar im Jahr 2022 noch einen Gewinn, für die Jahre 2024 und 2025 werden jedoch erhebliche Verluste prognostiziert. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit einer grundlegenden Bahnreform und den Bedarf an neuen Technologien, um den Schienenverkehr im Land wettbewerbsfähig zu halten.
Die neue Schnellverbindung zwischen Ungheni und Chișinău stellt somit einen zentralen Schritt zur Modernisierung der moldauischen Infrastruktur dar. Sie zielt darauf ab, Geschwindigkeit und Qualität im Personen- und Güterverkehr deutlich zu steigern.
Die Realisierung des Projekts könnte die wirtschaftliche Entwicklung des Landes spürbar voranbringen. Eine verbesserte Transportinfrastruktur fördert in der Regel den Handel, steigert die touristische Attraktivität und verbessert die Mobilität für Bevölkerung und Güter. Zudem ist eine leistungsfähige Schienenanbindung ein Schlüssel für die weitere Integration Moldaus in das europäische Verkehrsnetz. Ein erfolgreicher Abschluss könnte daher weitere Investitionen in das Land nach sich ziehen.
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