30.000 Griwna Mindestlohn für eingezogene Soldaten gefordert – Abgeordneter will Gehaltslücke schließen.
Die Bezahlung der ukrainischen Streitkräfte steht auf dem Prüfstand
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Parlamentsabgeordnete Mychajlo Zymbaljuk hat eine deutliche Anhebung der Soldzahlungen für Mobilisierte gefordert. Konkret schlägt er vor, die monatliche Vergütung für eingezogene Soldaten auf 30.000 Griwna zu erhöhen. Seiner Argumentation zufolge ist dieser Schritt notwendig, um eine faire Grundlage für die spätere Rentenberechnung der Betroffenen zu schaffen. Die aktuellen Zahlungen reichten nicht aus, um den Wehrpflichtigen einen würdigen Lebensstandard zu sichern.
Nach den von Zymbaljuk genannten Zahlen beträgt die derzeitige Besoldung für einen eingezogenen Mannschaftsdienstgrad 20.000 Griwna zuzüglich weiterer 10.000 Griwna – insgesamt also 30.000 Griwna. Dennoch kritisierte der Politiker die bestehenden Regelungen als ungerecht. Er betonte, dass die gegenwärtige Struktur der Zahlungen nicht den Grundsätzen der Fairness entspreche:
„Das ist nicht gerecht“, stellte er fest.
Ungleichgewicht zwischen verschiedenen Soldatengruppen
Im Gegensatz zu den Mobilisierten erhalten Vertragssoldaten laut Zymbaljuk monatlich 50.000 Griwna oder mehr. Diese Differenz schaffe ein erhebliches Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Kategorien von Militärangehörigen. Der Abgeordnete fordert daher eine gerechtere Bezahlung: Für eingezogene Soldaten sollte die Mindestgrenze bei 30.000 Griwna liegen, für Offiziere sogar noch höher. Eine solche Anpassung wäre ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Dienstbedingungen und zur Herstellung sozialer Gerechtigkeit.
Die geplante Gehaltserhöhung könnte die Moral in der Armee spürbar heben, da eine angemessene Vergütung ein zentraler Faktor für die Kampfmoral ist. Angesichts der äußeren Bedrohungen für das Land könnte eine faire Bezahlung zudem helfen, neue Vertragssoldaten zu gewinnen und das Ansehen der ukrainischen Streitkräfte insgesamt zu stärken. Die bestehenden Unterschiede in der Besoldung bergen gesellschaftlichen Zündstoff und erfordern daher dringend eine politische Debatte auf höchster Ebene.
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