Ab 2026: Neue Vorgaben für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.

Ab 2026: Neue Vorgaben für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung
Ab 2026: Neue Vorgaben für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung

Pflichten für Arbeitgeber ab dem Jahr 2026

Nach Angaben von Novyny.live: Für deutsche Arbeitgeber mit Niederlassungen in der Ukraine sind ab Januar 2026 neue gesetzliche Regelungen bindend. Diese sind im Gesetz 'Über die Änderung einiger Gesetzgebungsakte der Ukraine zur Gewährleistung des Rechts von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit' festgeschrieben. Kernstück ist eine verbindliche Beschäftigungsquote: Vier Prozent der durchschnittlichen Belegschaft müssen Menschen mit einer Behinderung sein.

Konkrete Umsetzung und Ausnahmen

Die Vorgabe gilt für alle Unternehmen mit mehr als acht Beschäftigten. Kleine Betriebe mit einer Belegschaft zwischen 8 und 25 Personen müssen mindestens eine Person mit Behinderung einstellen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu schaffen und die Inklusion voranzutreiben. Die Regelung ist Teil einer europaweiten Tendenz zur Stärkung von Arbeitnehmerrechten.

Damit eine Stelle auf die Quote angerechnet werden kann, muss das Gehalt der betroffenen Person über dem Mindestlohn liegen. Für 2026 ist dieser in der Ukraine auf 8.647 Hrywnja festgelegt, die erforderliche Lohnschwelle beträgt somit 8.648 Hrywnja. Bei Nichteinhaltung der Quote drohen Arbeitgebern keine direkten Strafen, sie müssen jedoch verpflichtende Zahlungen an den staatlichen Fonds für den sozialen Schutz von Menschen mit Behinderungen leisten.

Die gesetzlichen Neuerungen sehen zudem verbesserte Urlaubsansprüche für betroffene Arbeitnehmer vor. Konkret haben Beschäftigte mit Behinderung Anspruch auf:

  • 26 Kalendertage bezahlten Urlaub;
  • einen zusätzlichen Urlaubsanspruch von 14 Kalendertagen, wenn die Behinderung kriegsbedingt erworben wurde.

Diese Vergünstigungen sollen die Arbeitsbedingungen verbessern und sind ein wichtiger Schritt zur gesellschaftlichen Integration.

Zusammenfassend sollen die ab 2026 geltenden Regelungen ein inklusiveres Arbeitsumfeld in der Ukraine fördern und die Rechte von Menschen mit Behinderungen stärken. Die Einführung verbindlicher Beschäftigungsquoten kann die Sichtbarkeit und den Status dieser Personengruppe in der Gesellschaft erheblich verändern. Die zusätzlichen Urlaubsregelungen unterstreichen das staatliche Bestreben, Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Berufs- und Privatleben zu schaffen.

Diese legislative Anpassung ist eingebettet in eine umfassendere Politik der Ukraine, die auf die gesellschaftliche Teilhabe und Rechtsicherheit von Menschen mit Behinderungen abzielt. Die verbindliche Quote hat das Potenzial, den Arbeitsmarkt nachhaltig zu verändern.


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