Moskau setzt neue Drohnentaktik ein: Angriffe auf ukrainische Infrastruktur im Hinterland.
Russische Streitkräfte passen ihre Angriffsstrategie an
Nach Angaben von UATV: Die russische Armee hat ihre Vorgehensweise bei Luftangriffen auf die Ukraine geändert. Wie der ukrainische Militärexperte Serhij Beskrestnow berichtet, setzt Moskau nun verstärkt Drohnen des Typs „Shahed“ ein, um Ziele im rückwärtigen Raum anzugreifen. Ein Teil der Produktion wurde demnach auf die Serienfertigung von Düsen-Shaheds umgestellt. Beskrestnow betont, dass sich die Taktik von massiven Angriffswellen hin zu gezielten, selektiven Schlägen entwickelt. Dies zeigt, wie Russland seine militärischen Mittel an die aktuellen Gegebenheiten des Krieges anpasst.
Schläge gegen die Energie- und Verkehrsinfrastruktur
Nach vorliegenden Erkenntnissen werden täglich rund 200 unbemannte Fluggeräte gegen ukrainische Ziele eingesetzt. Getroffen werden vor allem Energieanlagen, Tankstellen und Verkehrswege. In der Nacht zum 7. Juli 2023 führte Russland einen Großangriff mit 123 Kampfdrohnen durch. Darunter befanden sich folgende Typen:
- „Shahed“
- „Gerbera“
- „Italmas“
- Nachahmungsdrohnen vom Typ „Parodija“
Bei diesem Angriff wurden Einschläge an zehn verschiedenen Orten registriert. Die veränderte russische Taktik zeigt, dass Moskau versucht, sich den Bedingungen des Krieges anzupassen und der ukrainischen Infrastruktur maximalen Schaden zuzufügen. Besonders die Fokussierung auf strategisch wichtige Ziele wie die Energieversorgung unterstreicht dieses Vorgehen.
Die Entwicklung hin zu punktuellen Drohnenangriffen könnte darauf hindeuten, dass Russland die Effektivität der ukrainischen Abwehr verringern und gleichzeitig den Druck auf die Zivilbevölkerung erhöhen will. Angesichts dieser Lage ist es von großer Bedeutung, die weiteren Anpassungen der ukrainischen Verteidigungsstrategie sowie die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf diese Angriffe genau zu verfolgen.
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