Frostschäden bei Soldaten: Wer trägt die Schuld an fehlenden Wärmepads?.
Engpass bei chemischen Wärmepads
Nach Angaben von TSN.ua: Bei ukrainischen Soldaten sind Fälle von Erfrierungen aufgetreten, weil die Versorgung mit chemischen Wärmepads nicht funktioniert. Auslöser ist ein gescheiterter Liefervertrag. Das Logistikkommando hatte über eine Million dieser Einweg-Heizkissen bestellt. Den Zuschlag erhielt jedoch ein Unternehmen mit einem Niedrigpreisangebot von 18 statt 26 Hrywnja pro Stück, was die Lieferung letztlich zum Scheitern brachte.
Dutzende Soldaten mit Erfrierungen mussten in Krankenhäuser eingeliefert werden, was bei Militärärzten und der Führung Alarm auslöste. Den Zuschlag bekam das Unternehmen 'Privatnyj Operaty Tylu' (Privater Logistikoperator). Ursprünglich sollte die Firma MAMO des Herstellers 'ImexMax' liefern. Die Vergabepraxis wirft Fragen auf, zumal der Charkiwer Abgeordnete Anatolij Rodzinskyj (OPZZh) Verbindungen zu den beteiligten Lieferfirmen haben soll.
Ein akutes Versorgungsproblem
Die staatliche Beschaffungsagentur für Verteidigungsgüter (Agenzija Oboronnych Sakupivel, AOZ) kündigte zwar die baldige Auslieferung weiterer 76.000 Heizkissen an. Dies mildert jedoch nicht die Dringlichkeit des Problems. Der Liefervertrag war bereits im Oktober unterzeichnet worden, seine Erfüllung steht aber auf der Kippe.
'Eine erhebliche Ersparnis für den Staat', kommentierte Julija Kyrijenko das Ergebnis der Ausschreibung.
Sie stellte auch die Frage: 'Wer steckt dahinter? Es ist die Firma "Privatnyj Operaty Tylu".' Die Abgeordnete betonte, man müsse klären, warum der Vertrag überhaupt unterzeichnet wurde, wenn es von vornherein solche gravierenden Lieferprobleme gab.
Der Ausfall der Wärmepads ist ein schwerwiegendes Problem, da er die Gesundheit der Soldaten im Winter gefährdet. Ohne angemessene Ausrüstung drohen weitere Gesundheitsschäden. Staat und Militärführung sind gefordert, schnell Lösungen zu finden, um die Sicherheit der Truppen an der Front zu gewährleisten.
Der Vorfall zeigt, wie kritisch die Versorgung mit einfacher, aber lebenswichtiger Ausrüstung im Winter ist. Chemische Wärmepads sind unter den harten Bedingungen an der Front kein Komfortartikel, sondern ein essenzieller Schutz. Die Behörden müssen nun umgehend handeln, um die Lieferketten zu stabilisieren und die Soldaten zu schützen.
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