Menschenrechtsbeauftragter Lubinez kritisiert Rekrutierungsbehörden: Missachtung von Auflagen und Vermummungsverbot.
Sorgen um die Unterbringung von Wehrpflichtigen
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Bürgerbeauftragte Dmytro Lubinez hat schwere Vorwürfe gegen die territorialen Rekrutierungs- und Sozialunterstützungszentren (TCC und SP) erhoben. Besonders kritisch sieht er die Haftbedingungen für Wehrpflichtige. In einigen Regionen sei die Lage weiterhin dramatisch, betonte er. Empfehlungen, die er Ende 2025 ausgesprochen hatte, seien nicht rechtzeitig umgesetzt worden – ein Versäumnis, das er nun öffentlich anprangert.
Beispiele für Missstände
Als besonders krassen Fall nannte Lubinez das Rekrutierungszentrum in Bila Zerkwa. Dort seien seine offiziellen Auflagen zur Verbesserung der Unterbringung zwei Monate lang ignoriert worden.
„Meine offiziellen Empfehlungen wurden zwei Monate lang missachtet. Erst nachdem die Medien darüber berichteten, wurden am nächsten Tag Reparaturtrupps geschickt“, so der Ombudsmann.Dies zeige, wie dringend die Probleme in diesen Einrichtungen gelöst werden müssten.
Lubinez berichtete zudem, dass die Polizei im Rekrutierungszentrum von Uschhorod sich geweigert habe, Informationen in das einheitliche Register für Vorermittlungen einzutragen. Dies werfe weitere Fragen zur Transparenz der Arbeit dieser Behörden auf. Positiv hob er hervor, dass sich die Lage in den Zentren der Regionen Chmelnyzkyj und Kirowohrad nach einem Führungswechsel verbessert habe.
Der Menschenrechtsbeauftragte stellte klar, dass Mitarbeiter der Rekrutierungszentren kein Recht hätten, sich zu vermummen oder Sturmhauben zu tragen – ein weiterer Punkt, der seiner Ansicht nach dringend beachtet werden müsse.
Die Kritik des Ombudsmanns unterstreicht, wie wichtig eine strenge Kontrolle der Haftbedingungen für Wehrpflichtige in der Ukraine ist, besonders angesichts der anhaltenden Probleme in den Rekrutierungsbehörden. Dass seine Auflagen zur Verbesserung der Zustände nicht fristgerecht umgesetzt wurden, deutet auf systemische Mängel in der Verwaltung hin. Eine umgehende Reform dieses Bereichs sei daher unerlässlich, um die Rechte der Bürger zu schützen und die Bedingungen zu verbessern.
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