Orbán fordert Zugang für ungarisch-slowakische Inspektion zum Pipeline-System 'Druschba'.

Orbán fordert Zugang für ungarisch-slowakische Inspektion zum Pipeline-System 'Druschba'
Orbán fordert Zugang für ungarisch-slowakische Inspektion zum Pipeline-System 'Druschba'

Ungarns Ministerpräsident verlangt Inspektion der 'Druschba'-Pipeline

Nach Angaben von Novyny.live: Am 27. Februar kündigte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán die Bildung einer gemeinsamen ungarisch-slowakischen Kommission an. Diese soll den Zustand der Pipeline 'Druschba' bewerten. Orbán wandte sich in dieser Angelegenheit direkt an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und bat um die Erlaubnis, dass die Expertengruppe zu Kontrollzwecken ukrainisches Territorium betreten darf.

Hintergrund ist ein schwerer Explosionsvorfall im Dezember 2025 an der 'Druschba'-Pipeline, der zu einem starken Anstieg der Ölpreise führte. Als Reaktion darauf hatte die Slowakei ihren Stromexport in die Ukraine eingeschränkt, was die Energiesituation in der Region zusätzlich belastete. Viktor Orbán sieht keine technischen Hindernisse für eine solche Überprüfung und äußerte die Überzeugung:

'Die Pipeline wurde aus rein politischen Gründen geschlossen.' Viktor Orbán

Die Bildung dieser Kommission zeigt ein verstärktes Engagement im Dialog zwischen Ungarn und der Slowakei. Beide Länder streben offenbar eine Klärung der Fragen zur regionalen Energiesicherheit an.

Die Situation verdeutlicht die strategische Bedeutung der 'Druschba'-Pipeline, die weit über ihre reine Infrastrukturfunktion hinausreicht und politische Beziehungen zwischen den Nachbarstaaten prägt. Das Inspektionsersuchen aus Budapest könnte als Versuch gewertet werden, Spannungen abzubauen und zu einer Normalisierung der Energieversorgung in der Ukraine beizutragen – ein besonders dringliches Anliegen angesichts der anhaltenden Energiekrise in Europa. Die Ergebnisse der Kommission werden die künftigen Beziehungen zwischen der Ukraine, Ungarn und der Slowakei maßgeblich beeinflussen.


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