Mietpreise in der Ukraine: Wo sie um ein Drittel steigen, wo sie fallen.
Deutlicher Anstieg der Mieten in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: Die Mietpreise für Wohnungen in der Ukraine ziehen derzeit deutlich an, insbesondere bei Einzimmerwohnungen. Stand 17. Januar 2026 steigen die durchschnittlichen Kosten weiter, wobei dieser Trend in Kiew und den westlichen Landesteilen besonders ausgeprägt ist. Die höchsten Mieten werden in Uschhorod verzeichnet, wo im Schnitt 21.800 Hrywnja monatlich fällig werden – ein Plus von 15 Prozent im Jahresvergleich. In Lwiw liegt der Durchschnitt bei 18.000 Hrywnja, in Kiew bei 17.000 Hrywnja.
Gegensätzliche Entwicklungen in den Regionen
In weiteren Städten sind ebenfalls starke Preissprünge zu beobachten:
- In Schytomyr stiegen die Mieten um 33 Prozent;
- in Tscherkassy um 23 Prozent;
- in Winnyzja um 17 Prozent.
Dem stehen deutlich niedrigere Preise in den östlichen und südlichen Regionen gegenüber. In Charkiw etwa beträgt die durchschnittliche Miete nur etwa 5.000 Hrywnja, in Saporischschja und Mykolajiw jeweils 6.000 Hrywnja. Die regionale Spanne ist somit enorm.
Nicht überall geht es jedoch bergauf. In Sumy brach der Mietpreis um 27 Prozent ein, sodass er jetzt im Schnitt nur noch bei 5.500 Hrywnja liegt. Für eine vollständige Marktübersicht fehlen zudem in einigen Gebieten verlässliche Daten. Dies betrifft die Regionen Cherson, Donezk, Luhansk sowie die vorübergehend besetzte Krim, wo der Mietmarkt nicht bewertet werden kann. Insgesamt zeigt sich der ukrainische Wohnungsmarkt als äußerst dynamisch und uneinheitlich.
Die Gründe für die steigenden Mieten sind vielfältig und reichen von Binnenmigration über die wirtschaftliche Lage bis hin zu lokalem Wohnraummangel. Der Preisverfall in Städten wie Sumy könnte hingegen auf regionale Wirtschaftsprobleme oder nachlassende Nachfrage hindeuten. Angesichts der unsicheren Gesamtsituation ist mit weiteren Schwankungen zu rechnen, sodass eine genaue Beobachtung des Marktes notwendig bleibt.
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