40 Millionen Dollar und 35 Millionen Euro zurück: Oschadbank erhält eingezogene Gelder nach Festnahme in Ungarn.

40 Millionen Dollar und 35 Millionen Euro zurück: Oschadbank erhält eingezogene Gelder nach Festnahme in Ungarn
40 Millionen Dollar und 35 Millionen Euro zurück: Oschadbank erhält eingezogene Gelder nach Festnahme in Ungarn

Festnahme von Oschadbank-Geldtransportern in Ungarn

Nach Angaben von Espreso.tv: Am 5. März 2026 wurden in Ungarn zwei gepanzerte Geldtransporter der ukrainischen Oschadbank gestoppt. In den Fahrzeugen befanden sich große Mengen an Bargeld und Gold. Nach offiziellen Angaben umfasste die Ladung:

  • 40 Millionen US-Dollar
  • 35 Millionen Euro
  • 9 Kilogramm Bankgold

Bereits am darauffolgenden Tag, dem 6. März, erreichte die Ukraine die Freilassung von sieben festgenommenen Geldbegleitern, die den Transport gesichert hatten. Die Aktion war Teil einer größeren Untersuchung der ungarischen Behörden.

Reaktionen der Oschadbank und weitere Entwicklungen

Am 12. März 2026 gab Ungarn die beschlagnahmten Geldtransporter an die Ukraine zurück – allerdings ohne das Bargeld und die Goldbarren. Mitte März reichte ein Rechtsvertreter der Oschadbank eine Beschwerde bei der Zentralen Staatsanwaltschaft Ungarns ein. Darin wurde auf mögliche Rechtsverstöße bei der Festnahme der Geldbegleiter hingewiesen. Auch das ukrainische Außenministerium schaltete sich ein und sprach von „grobe[n] Verstößen gegen die Rechte der Geldbegleiter während der Festnahme“.

„Grobe Verstöße gegen die Rechte der Geldbegleiter während der Festnahme“

Der Vorstandsvorsitzende der Oschadbank, Jurij Kazion, erklärte, dass das Institut vorübergehend alle Bargeldtransporte aus Europa ausgesetzt habe, um die eigenen Interessen zu schützen. Im April 2026 äußerte die Oschadbank zudem Bedenken hinsichtlich des Vorgehens der ungarischen Seite. Der Vorwurf: Die ungarische Steuer- und Zollbehörde habe ein Video im Zusammenhang mit der Festnahme manipuliert.

Am 6. Mai 2026 gab Ungarn schließlich die beschlagnahmten Werte zurück: 40 Millionen US-Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Gold. Damit fand der Vorfall seinen vorläufigen Abschluss. Ein Vertreter der Bank deutete an, dass die Rückgabe mit politischen Entwicklungen zusammenhängen könnte – sinngemäß: „Das könnte mit Madjar zu tun haben.“ Die Oschadbank kündigte an, weiterhin rechtliche Schritte zu prüfen, um ihre Rechte langfristig zu sichern.

Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in Finanzfragen und zeigt, wie wichtig der Schutz aller Beteiligten bei Werttransporten ist. Als eine der größten Banken der Ukraine nimmt die Oschadbank eine zentrale Rolle im Finanzsystem des Landes ein – derartige Zwischenfälle können daher erhebliche Auswirkungen auf ihre Geschäftstätigkeit haben. Die Rückgabe der Gelder ist ein positives Signal, auch wenn die Frage nach der Einhaltung der Rechte der Geldbegleiter weiter im Raum steht. Solche Ereignisse können zudem das internationale Ansehen der beteiligten Länder im Finanzsektor beeinflussen.


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