Wegen Kriegsgerät: Bauunternehmen verweigern Straßenreparaturen – Parlament fordert Kontrollen.

Wegen Kriegsgerät: Bauunternehmen verweigern Straßenreparaturen – Parlament fordert Kontrollen
Wegen Kriegsgerät: Bauunternehmen verweigern Straßenreparaturen – Parlament fordert Kontrollen

Garantieleistungen im Straßenbau: Ein wachsender Konflikt

Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine stoßen Garantiereparaturen an Straßen auf zunehmenden Widerstand seitens der Baufirmen. Der Grund: Schäden, die durch schweres Militärgerät verursacht wurden. Das Parlament drängt nun auf eine Überprüfung der Verträge und pocht auf die Einhaltung der Garantiepflichten. Die Behörden zeigen sich alarmiert, denn der Zustand der Fahrbahnen hat direkte Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit.

Immer häufiger weigern sich die beauftragten Unternehmen, Mängel an sanierten Strecken zu beheben. Wolodymyr Krejdenko, Abgeordneter der Fraktion 'Diener des Volkes', hat klare Forderungen formuliert. Er betont die Dringlichkeit, dieses Problem anzugehen:

'Wir verlangen, dass das Ministerium sämtliche Verträge prüft und die Firmen auffordert, die Mängel an den Autobahnen zu beseitigen, die sie instand gesetzt haben und für die sie Garantien übernommen haben.' – Wolodymyr Krejdenko

Krejdenko ergänzte: 'Wer eine Straße saniert und eine Garantie darauf gibt, der muss auch dafür sorgen, dass sie in Ordnung bleibt. Die Reparaturkosten hat dann der Auftragnehmer zu tragen – sei es, weil der Asphalt schlecht verlegt wurde oder die Tragschicht mangelhaft ist.' Dies verdeutlicht, dass es nicht nur um die Behebung aktueller Schäden geht, sondern auch um die Vermeidung künftiger Missstände.

Finanzierungslücke bei der Straßeninstandsetzung

Die Regierung hat zwar drei Milliarden Griwna aus dem Reservefonds für Straßenreparaturen bereitgestellt. Doch laut Oksana Sawtschuk liegt der tatsächliche Bedarf für Instandhaltung und Reparatur bei über 51 Milliarden Griwna. Diese enorme Differenz unterstreicht die Schwere der Herausforderungen für die Verkehrsinfrastruktur des Landes.

Bereits Anfang März hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Beratung zum Zustand der ukrainischen Straßen einberufen – ein Zeichen für die hohe Priorität des Themas auf staatlicher Ebene. Dieses Treffen könnte ein wichtiger Schritt sein, um die Probleme bei der Straßenerneuerung zu lösen und die Qualität nachhaltig zu verbessern. Die Lage erfordert nun entschlossenes Handeln der zuständigen Stellen, um die Infrastruktur in einen sicheren Zustand zu versetzen.

Der Streit um die Garantiereparaturen macht deutlich, wie wichtig eine strenge Kontrolle bei der Umsetzung staatlicher Aufträge ist – besonders in Kriegszeiten, in denen die Infrastruktur massiv leidet. Bleiben die Schäden unrepariert, drohen künftig höhere Ausgaben für die Unterhaltung der Straßen, und die Verkehrssicherheit wäre gefährdet. Die Bereitstellung von Geldern und politische Initiativen sind erste Schritte, doch entscheidend ist, dass die Einhaltung der vertraglichen Pflichten durch die Baufirmen auch tatsächlich überwacht wird.


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