Polen verlangt Zugeständnisse von Kiew: Bosak droht mit Blockade des EU-Beitritts.
Polens Haltung zur europäischen Integration der Ukraine
Nach Angaben von Espreso.tv: Der polnische Politiker Bosak hat gefordert, die EU-Integration der Ukraine so lange zu blockieren, bis Kiew auf die Verehrung von 'Kriminellen' verzichtet und die Exhumierungen der Opfer der Wolhynien-Tragödie wieder aufnimmt. Er plädiert für eine deutliche Verschärfung des Kurses gegenüber der Ukraine. Laut Bosak reichen bloße Worte nicht aus – es brauche konkrete Maßnahmen, um effektiven Druck auszuüben.
Zu seinen Vorschlägen gehören unter anderem:
- die Einstellung der Zahlungen für die Starlink-Systeme;
- der Verzicht auf gemeinsame Finanzierungsmechanismen für die Ukraine-Hilfe durch Kreditaufnahmen.
Der Einfluss historischer Fragen auf die bilateralen Beziehungen
Ein weiterer potenzieller Zündstoff ist ein Dekret des ukrainischen Präsidenten vom 26. Mai. Damit wurde dem 'Separaten Zentrum für Spezialoperationen Nord' der ukrainischen Spezialkräfte der Ehrenname 'zu Ehren der UPA-Helden' verliehen. Dieser Schritt könnte die ohnehin angespannte Stimmung zwischen Warschau und Kiew weiter belasten. Die Forderungen Bosaks machen deutlich, wie sehr historische Narrative – insbesondere die Erinnerung an die Wolhynien-Tragödie – die aktuelle Politik beeinflussen. Die jüngsten Entscheidungen aus Kiew zeigen, wie sensibel dieses Thema in den diplomatischen Beziehungen bleibt.
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