Ehemaliger Abgeordneter und Menschenrechtler Oleksandr Rjabeka ist tot.
Oleksandr Rjabeka verstorben
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 21. Juni ist Oleksandr Rjabeka gestorben. Er war in der V. und VI. Legislaturperiode Mitglied des ukrainischen Parlaments. Sein Wirken umfasste Wissenschaft, Menschenrechtsarbeit und Politik – unter anderem leitete er den Unterausschuss für Antikorruptionspolitik.
Geboren wurde Rjabeka am 26. November 1959 in Owrutsch in der Oblast Schytomyr. Von 2006 bis 2012 gehörte er als Abgeordneter den Fraktionen "Block Julia Timoschenko" und "Vaterland" an. Zudem engagierte er sich bei der Beseitigung der Folgen der Katastrophe von Tschernobyl.
Ein weiterer Verlust für das ukrainische Parlament
Der Tod Rjabekas erfolgte nur wenige Wochen nach dem Ableben des ehemaligen Abgeordneten Stepan Kubiw, der am 18. Mai im Alter von 64 Jahren starb. Beide Politiker prägten die politische Landschaft der Ukraine maßgeblich mit.
Oleksandr Rjabeka hinterlässt deutliche Spuren im politischen Leben der Ukraine, vor allem durch seinen Einsatz für Antikorruptionspolitik und den Schutz von Menschenrechten. Sein Tod verdeutlicht die Einbußen, die das ukrainische Parlament erleidet, denn mit ihm geht eine Generation von Politikern, die aktiv am Aufbau des modernen politischen Systems des Landes mitwirkte. Der Verlust solcher Persönlichkeiten könnte die weitere politische Entwicklung der Ukraine beeinflussen, insbesondere im Hinblick auf Reformen und die Korruptionsbekämpfung.
Lesen Sie auch
- Sofia gibt grünes Licht für das 21. EU-Sanktionspaket: Diese beiden Namen wurden gestrichen
- Warum die Ära der Nationalstaaten zurück ist – und was das für Vertriebene bedeutet
- Gipfel in Paris: Selenskyj präsentiert europäische Patriot-Alternative
- 15 Jahre Haft für Ex-Abgeordneten: 567.000 Dollar aus Moskau für Sabotage gegen die Ukraine
- Paris wird zum Treffpunkt der Ukraine-Unterstützer: Neues Treffen zur Raketenabwehr geplant
- EU-Kommission entzieht der Biennale Venedig zwei Millionen Euro Förderung – Russischer Pavillon als Auslöser

