Putins wahres Kalkül: Warum Russland um Kostjantyniwka kämpft.
Die strategische Bedeutung der Kämpfe um Kostjantyniwka
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Publizist Vitali Portnikow hat die russischen Offensiven auf Kostjantyniwka analysiert und betont, dass es Moskau dabei nicht nur um militärische Erfolge geht. Vielmehr handle es sich um ein politisches Signal – selbst wenn die Stadt eingenommen würde, sei Wladimir Putin nicht zu Verhandlungen mit Wolodymyr Selenskyj bereit. Russland nutze die Kämpfe als propagandistisches Instrument, um seine regionalen Ambitionen zu untermauern.
Portnikow wies darauf hin, dass das Interesse an persönlichen Kontakten mit Selenskyj nach den Gesprächen im 'Normandie-Format' verschwunden sei. Dies deute darauf hin, dass Russland keine Beendigung des Krieges ohne die Zerstörung der Ukraine anstrebe. Das ultimative Ziel Moskaus sei die vollständige Einnahme des Donbass, was die Schwere der Lage unterstreicht. Bemerkenswert ist auch, dass die russische Behauptung über die Einnahme Kostjantyniwkas am Vorabend des US-Unabhängigkeitstages verbreitet wurde – ein möglicher Teil einer gezielten Propagandakampagne.
Die aktuelle Lage in Kostjantyniwka
Aus ukrainischer Sicht hat Präsident Selenskyj die russischen Erfolgsmeldungen als 'einfach eine weitere russische Lüge' zurückgewiesen. Auch das ukrainische Militär dementierte die Behauptungen und bestätigte, dass die Stadt weiterhin unter Kontrolle sei. Damit bleiben die Kämpfe um Kostjantyniwka ein zentraler Baustein im russisch-ukrainischen Konflikt.
Die Situation um Kostjantyniwka ist von entscheidender Bedeutung für den Kriegsverlauf, da die Stadt strategisch wichtig für die Kontrolle über den Donbass ist. Hinzu kommt die psychologische Komponente: Verlorene Gefechte könnten die Moral der ukrainischen Truppen und der Bevölkerung beeinträchtigen. Gleichzeitig zeigen die gegenteiligen Aussagen aus Kiew, dass die ukrainischen Streitkräfte eine aktive Rolle einnehmen – ein Faktor, der die weitere Entwicklung des Konflikts maßgeblich beeinflussen könnte.
Lesen Sie auch
- Kiew unter Beschuss: 68 Raketen und 351 Drohnen – Tote und Verletzte
- Erster Frankreich-Besuch in Syrien seit 16 Jahren: Das verspricht Macron dem Land
- Ukraine hält Kostjantyniwka: 11 russische Angriffe am Wochenende abgewehrt
- Russland verlagert anti-Schiff-Raketen in Richtung der ukrainischen Grenze: Was das für das Schlachtfeld bedeutet
- Schwerer Angriff auf Kiew: Zwölf Tote, Dutzende Verletzte und Schäden an über zehn Orten
- Putins angebliche Erfolge in der Ukraine: ISW entlarvt übertriebene Gebietsangaben

