Forschung: Psychische Störungen beeinflussen Partnerwahl und Risiken für Kinder.

Forschung: Psychische Störungen beeinflussen Partnerwahl und Risiken für Kinder
Forschung: Psychische Störungen beeinflussen Partnerwahl und Risiken für Kinder

Der Einfluss psychischer Störungen auf die Partnerwahl und das Risiko der Übertragung auf Kinder

Nach Angaben von inkorr.com: Eine neue Studie, veröffentlicht im Journal Nature Human Behavior, zeigt, wie psychische Störungen die Partnerwahl beeinflussen und die Wahrscheinlichkeit ihrer Übertragung auf Kinder erhöhen können. Wissenschaftler analysierten Daten von über 15 Millionen Menschen, die an verschiedenen psychischen Erkrankungen, wie Schizophrenie, Depressionen und Autismus leiden.

Es stellte sich heraus, dass, wenn einer der Partner eine psychische Störung hat, die Wahrscheinlichkeit, diese Störung an die Nachkommen weiterzugeben, steigt. Die Gründe dafür können sowohl das Verlangen sein, den Partner zu verstehen, als auch der Einfluss von sozialer Stigmatisierung.

„Wenn beide Elternteile mit derselben psychischen Störung konfrontiert sind, verdoppeln sich die Chancen, dass diese an das Kind weitergegeben wird. Dies ist besonders ausgeprägt bei Schizophrenie, Depressionen, bipolaren Störungen und Abhängigkeiten“, betonen die Wissenschaftler.

Psychotherapeutin Anna Sobtschak bemerkte, dass in der Ukraine die Zahl der Menschen, die psychologische Hilfe suchen, zunimmt. Sie glaubt jedoch, dass dies nicht nur mit dem Wunsch verbunden ist, die psychische Gesundheit zu verbessern, sondern auch mit dem Bestreben, den sozialen Status zu erhöhen.

Nach der Meinung der Expertin werden psychische Störungen gewissermaßen „modern“, da Therapie nicht für alle zugänglich ist und die Suche nach Behandlung manchmal bedeutet, im Trend zu sein.

Die Studie in Nature Human Behavior unterstreicht die Bedeutung des Bewusstseins dafür, wie psychische Störungen Beziehungen und die Risiken ihrer Übertragung auf Kinder beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen einen komplexen positiven und negativen Effekt, der bei der Entwicklung von Unterstützungsstrategien für solche Familien berücksichtigt werden sollte.

Die genannte Studie eröffnet neue Perspektiven für das Verständnis der komplexen Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen, Partnerwahl und familiärer Dynamik. Dies ist ein weiterer Schritt zur Bewusstwerdung der Bedeutung der psychischen Gesundheit in unserer Gesellschaft und der Notwendigkeit, Familien zu unterstützen, die mit diesen Problemen konfrontiert sind. Richtiges Wissen und rechtzeitige Hilfe können die Situation erheblich verbessern.


Lesen Sie auch

Werbung