Reuters: Die Zentralbank hat Putin vor dem Risiko eines langfristigen Rückgangs der Ölpreise gewarnt.
Die Zentralbank Russlands hat vor einem möglichen Rückgang der Ölpreise gewarnt, der ähnliche Folgen wie der Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1980er Jahren haben könnte. Diese Informationen wurden vor Beginn der Verhandlungen zwischen den Präsidenten Russlands und der USA über ein Ende des Krieges in der Ukraine an die Führung des Kremls geschickt.
Donald Trump erklärte die Möglichkeit zusätzlicher Sanktionen gegen Russland, falls keine Friedensvereinbarung erreicht wird. Er forderte auch den OPEC-Leiter auf, die Ölförderung zu erhöhen, um die Weltwirtschaft zu unterstützen.
Die Warnung der Zentralbank wurde in eine Präsentation aufgenommen, die zur Diskussion in einer Sitzung unter dem Vorsitz des Premierministers Michail Mischustin im Februar vorbereitet wurde. In dieser Präsentation gab es keine konkreten Details dazu, wie OPEC und die Vereinigten Staaten den Ölmarkt sättigen könnten und wie wahrscheinlich diese Risiken sind.
Für Russland sind Öl und Gas von großer Bedeutung für die Wirtschaft. Hohe Ölpreise in der Vergangenheit haben dem Kreml geholfen, die Wirtschaft zu stabilisieren und verschiedene politische Kampagnen außerhalb des Landes zu finanzieren. Aber als die Preise fielen, litt die russische Wirtschaft, was zu geopolitischen Folgen führte, die ihren Höhepunkt im Zusammenbruch der Sowjetunion fanden. Daher sind die Aussagen der Zentralbank über die Möglichkeit einer Wiederholung einer solchen Situation eine dringende Warnung.
Derzeit bleiben die Ölpreise im für Russland komfortablen Bereich, aber die Zentralbank äußert Bedenken über einen möglichen Preisrückgang und einen starken Rubel. Aus den Erfahrungen vergangener Jahre ist bekannt, dass niedrige Ölpreise zu finanziellen Turbulenzen für das Land führen können.
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