Kiewer Nahverkehr wird teurer: Fahrpreise und Abos steigen ab 15. Juli.

Kiewer Nahverkehr wird teurer: Fahrpreise und Abos steigen ab 15. Juli
Kiewer Nahverkehr wird teurer: Fahrpreise und Abos steigen ab 15. Juli

Neue Preise für Busse, Bahn und Co. in Kiew

Nach Angaben von Espreso.tv: Ab dem 15. Juli 2023 kostet eine Fahrt in den öffentlichen Verkehrsmitteln Kiews 30 Hrywnja. Betroffen sind alle kommunalen Angebote wie U-Bahn, Busse, Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und die Standseilbahn. Die letzte Anpassung der Tarife liegt drei Jahre zurück – sie stammt aus dem Jahr 2020, was nun die Erhöhung begründet.

Ermäßigungen und neue Ticketoptionen

Fahrgäste, die mehrere Fahrten auf einmal kaufen, profitieren künftig von einem Rabattsystem. Pro Karte können maximal 50 Fahrten geladen werden, insgesamt sind auf einem Konto bis zu 100 Fahrten möglich. Zusätzlich wird zum 1. August 2023 ein Umsteigeticket für 60 Hrywnja eingeführt, das innerhalb von 90 Minuten unbegrenztes kostenloses Umsteigen erlaubt.

Für Privatpersonen gibt es ein neues Monatsticket ohne Limit zum Preis von 3656 Hrywnja. Studierende zahlen 1828 Hrywnja, Schüler 914 Hrywnja. Vergünstigungen für sozial schwächere Gruppen bleiben weiterhin bestehen. Wichtig zu wissen: Fahrten, die vor dem 14. Juli 2023 zum alten Tarif gekauft wurden, sind noch bis zum 14. September 2026 gültig. Die bisherige Tarifverordnung aus dem Jahr 2020 wurde außer Kraft gesetzt.

Fachleute äußern sich zu den neuen Preisen.

Ruslan Kandybor erklärt: 'Ein wirtschaftlich gerechtfertigter Fahrpreis liegt genau bei 30 Hrywnja.'
Wiktor Brahinskyj betont: 'Ein angemessener Tarif liegt sogar bei über 30 Hrywnja.' Somit spiegeln die neuen Fahrpreise in Kiew die veränderte Wirtschaftslage und die Bedürfnisse des öffentlichen Nahverkehrs wider.

Die Erhöhung der Fahrpreise im kommunalen Nahverkehr Kiews ist ein wichtiger Schritt, um sich an die neuen wirtschaftlichen Gegebenheiten anzupassen. Das eingeführte Rabattsystem und die neuen Ticketarten sollen Fahrgäste zur Nutzung der Verkehrsmittel motivieren und gleichzeitig die finanzielle Stabilität des städtischen Transports sichern. Diese Entscheidung könnte das Verhalten der Fahrgäste und die gesamte Verkehrsinfrastruktur der Hauptstadt beeinflussen, wobei die Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten der Bewohner berücksichtigt werden müssen.


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