Der Kreml spricht wieder über Alaska: Welche Narrative Russland nach dem Treffen zwischen Trump und Putin fördert.
Vor dem Hintergrund des Treffens zwischen dem US-Präsidenten Trump und dem Diktator Putins in Alaska entfalten die kremlschen Politiker neue Diskussionen über dieses Gebiet. Die Rhetorik über 'historische Verbindungen' hallt wieder wider.
Solche Schlussfolgerungen ziehen die Experten des Institutes für Kriegsstudien (ISW).
Welche Narrative fördert der Kreml in Bezug auf Alaska
Vor dem Treffen am 15. August begannen russische Beamte, diese Region stark als 'amerikanisch russischen Ursprungs' zu charakterisieren und betonen die historischen territorialen Ambitionen Russlands.
Insbesondere schlug der Assistent des Präsidenten Russlands, Yuri Ushakov, Alaska als Treffpunkt vor, motiviert durch die Nähe der USA und Russlands durch die Beringstraße und gemeinsame wirtschaftliche Interessen in den Regionen Alaska und Arktis.
Kirill Dmitriev, der russische Verhandlungsführer, erinnerte an die 'historischen Verbindungen' Alaskas zur Russisch-Orthodoxen Kirche sowie an die frühere militärische und wirtschaftliche Präsenz Russlands in dieser Region.
Die russische Propaganda vergisst Alaska nicht
Es ist zu beachten, dass russische Beamte und Medien mehrfach Forderungen nach der Rückkehr Alaskas zu Russland geäußert haben. So erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates Russlands Dmitry Medvedev im Januar 2024, dass Russland auf die Rückkehr Alaskas 'jeden Tag' wartet.
Im Jahr 2024 forderten die russischen Fernsehsender Vladimir Solovyov und Olga Skabeeva ebenfalls mehrfach die Rückkehr Alaskas.
Darüber hinaus drohte der Vorsitzende der Staatsduma, Vyacheslav Volodin, im Juli 2022 damit, Ansprüche auf Alaska zu erheben, wenn die USA russische Vermögenswerte im Ausland einfrieren.
Im Oktober 2018 forderte der staatliche Fernsehsender RT nach dem Ausstieg der USA aus dem Vertrag über Mittel- und Kurzstreckenraketen hartnäckig die 'Rückkehr' Alaskas.
Die Ukrainer sind besorgt über die zunehmende Aktivität Russlands in Bezug auf Alaska, da dies auf zusätzliche Aggression und territoriale Ansprüche der Kremlvertreter hindeuten könnte, was nicht zur Stabilität in der Welt beiträgt.
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