Lokpersonal entgeht russischem Drohnenangriff auf Lokomotive in Saporischschja.
Zielscheibe Schienenverkehr: Angriffe auf die ukrainische Bahn
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainische Bahninfrastruktur steht im Fadenkreuz russischer Angriffe. Am 2. Februar 2023 griffen russische Streitkräfte mit einer Drohne einen Diesellokomotivführerstand auf einem Bahnhof in der Oblast Saporischschja an. Das Ministerium für Gemeinden und Territorienentwicklung der Ukraine meldete, dass es bei diesem Vorfall keine Verletzten gab. Die Lokomotivbesatzung hatte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen können. Dieser Angriff reiht sich in eine Serie von Attacken auf die lebenswichtige Schieneninfrastruktur ein.
Die Attacken auf die Eisenbahn folgen einem bedrohlichen Muster. Bereits in der Neujahrsnacht 2026 hatte Russland Bahnanlagen in den Oblasten Wolyn, Sumy und Odessa beschossen. Ein weiterer gravierender Zwischenfall ereignete sich am 11. Januar 2023 auf der Prydniprowska-Eisenbahn, bei dem sowohl der Lokführer als auch sein Assistent verletzt wurden. Der Schienenverkehr ist für die Versorgung und Mobilität im Krieg von systemischer Bedeutung und wird daher gezielt angegriffen.
Die Angriffsserie setzte sich fort: Am 27. Januar 2023 wurde ein Personenzug auf der Strecke Tschop–Charkiw–Barwinkowe attackiert. Nur drei Tage später, am 30. Januar 2023, griffen die russischen Invasoren sieben Eisenbahnobjekte an, darunter auch den Bahnhof Synelnykowe in der Oblast Dnipropetrowsk.
Dauerhafte Gefahr und die Herausforderung des Schutzes
Diese Vorfälle verdeutlichen die akute Bedrohung, die von den Angriffen auf den ukrainischen Schienenverkehr ausgeht, und unterstreichen die überragende Bedeutung von Schutzmaßnahmen für Personal und Reisende. Die Infrastruktur ist einem rund um die Uhr bestehenden Risiko ausgesetzt, was permanente Wachsamkeit und defensive Vorkehrungen erfordert.
Die anhaltenden Attacken machen die strategische Schlüsselrolle der Eisenbahn für die Ukraine schmerzlich deutlich. Sie ist eine unverzichtbare Lebensader für den Transport von Gütern und Menschen. Die ständigen Angriffe gefährden nicht nur unmittelbar Menschenleben, sondern untergraben auch die Fähigkeit des Landes, unter Kriegsbedingungen wirtschaftliche Verbindungen und Mobilität aufrechtzuerhalten. Angesichts dieser permanenten Bedrohung ist die ukrainische Führung gefordert, den Schutz des Schienennetzes und die Sicherheit aller Beteiligten mit aller Kraft voranzutreiben.
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