Ab 1. März: Russland will Telegram vollständig sperren.
Vollständige Sperrung von Telegram in Russland geplant
Nach Angaben von Novyny.live: Die russische Aufsichtsbehörde Roskomnadsor bereitet eine totale Blockade des Messengers Telegram vor. Diese soll ab dem 1. März in Kraft treten und den Zugang sowohl über Festnetz- als auch Mobilfunk-Internet unmöglich machen. Die geplante Maßnahme steht in einer Reihe mit bereits vollzogenen Sperren und zeigt die zunehmende staatliche Kontrolle über Kommunikationsplattformen im Land.
Mit dem 1. März als möglichem Stichtag würde eine lückenlose Blockade eingeführt. Damit setzt Russland einen Kurs fort, der bereits zur Unzugänglichkeit zahlreicher internationaler Dienste geführt hat. Derzeit sind in Russland unter anderem folgende Plattformen nicht nutzbar:
- X
- YouTube
- TikTok
- Snapchat
- FaceTime
- SoundCloud
Bereits jetzt berichten Nutzer in Russland von Zugangsproblemen zu Telegram, was als Vorbote der angekündigten Sperre gewertet werden kann. Diese Schritte unterstreichen die Bestrebungen der Regierung, den Informationsraum streng zu regulieren und den Zugang zu westlichen Diensten einzuschränken.
Folgen für Kommunikation und Informationsfluss
Die geplante Telegram-Sperre markiert eine weitere Eskalation in der russischen Politik der digitalen Abschottung. Diese Tendenz hat sich seit Beginn des Krieges gegen Ukraine deutlich verschärft. Die Maßnahme wird die private Kommunikation und den Nachrichtenaustausch für Millionen Menschen, die auf den Messenger angewiesen sind, erheblich erschweren.
Die fortgesetzten Sperren deuten auf ein langfristiges Ziel hin: den staatlichen Einfluss auf Informationsflüsse auszuweiten und die Kontrolle über die öffentliche Meinungsbildung zu verstärken.
Lesen Sie auch
- Ukrainisches Verteidigungsministerium leitet Kontrollen von Wehrdienststellen in Odessa und Mykolajiw ein – Hintergründe zur geplanten Reform
- Nach dem Angriff auf Kiew mit 30 Toten: Selenskyj fordert schnellere Lieferung von Luftabwehrsystemen
- OSZE registriert Zunahme russischer Angriffe auf Zivilisten: Kreml zeigt wachsende Verzweiflung
- Russische Geheimdienste tarnen sich als ukrainische Polizei: Dutzende Anwerbeversuche aufgedeckt
- Reform bei Militärämtern angekündigt: Prüfungen in Odessa und Mykolajiw
- Putin und Lukaschenko: Geheimtreffen lässt Belarus in den Ukraine-Krieg rutschen?

