Experte: Russlands Mobilisierungsreserven sind begrenzt – ein Totalaufgebot würde den Staat gefährden.

Experte: Russlands Mobilisierungsreserven sind begrenzt – ein Totalaufgebot würde den Staat gefährden
Experte: Russlands Mobilisierungsreserven sind begrenzt – ein Totalaufgebot würde den Staat gefährden

Grenzen der russischen Mobilmachung

Nach Angaben von UATV: Ein vollständiges Aufgebot aller wehrfähigen Männer würde nach Einschätzung des Militärexperten Serhij Hrabskyj die Existenz des russischen Staates selbst bedrohen. Die Bevölkerungszahl Russlands liegt bei 140 Millionen Menschen. Davon könnten lediglich 10 Prozent, also etwa 14 Millionen, überhaupt für den Kriegsdienst eingezogen werden. Die tatsächliche Mobilisierungskapazität des Landes ist jedoch noch geringer und beläuft sich auf schätzungsweise 2 bis 2,5 Millionen Personen. Diese Zahlen verdeutlichen die strukturellen Grenzen, die der Kreml bei der Rekrutierung neuer Soldaten hat.

Hrabskyj wies zudem auf ein zentrales Problem hin: Dem russischen militärisch-politischen Führungspersonal fehle der Zugriff auf die notwendigen Ressourcen, um den Armeedienst angemessen zu finanzieren. Die Verluste an der Front verschärfen die Lage. Nach ukrainischen Angaben wurden allein am 19. Januar 1.130 Angreifer ausgeschaltet. Seit Beginn der großangelegten Invasion belaufen sich die russischen Personalverluste laut diesen Angaben auf über 1,2 Millionen Soldaten.

Die Lage an der Front

Die Realität der Mobilisierung spiegelt somit die prekäre Situation wider, in der sich Russland befindet – eine Situation, die laut Expertenmeinung seine Existenz gefährden könnte. Die militärische Lage bleibt angespannt.

Die Kombination aus begrenzten personellen Ressourcen und den extrem hohen Verlusten beeinträchtigt die langfristige Fähigkeit Russlands, militärische Operationen aufrechtzuerhalten. Unter dem wachsenden Druck der ukrainischen Verteidigung und der internationalen Gemeinschaft könnten diese Faktoren Moskau zu einer Neuausrichtung seiner Strategie an der Front und im Inland zwingen.


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