Warum selbst Iran und China dem Kreml misstrauen.
Russland als Bündnispartner: Ein brüchiges Versprechen
Nach Angaben von UATV: Der Politologe Wolodymyr Fesenko analysiert das fehlende Vertrauen in Russland als Partner und betont dessen Unzuverlässigkeit im Umgang mit Iran und China. Obwohl Iran und Russland einen strategischen Partnerschaftsvertrag unterzeichneten, sind die tatsächlichen Unterstützungszusagen des Kreml für Teheran zweifelhaft. Dies wurde besonders deutlich, als die USA während des 12-tägigen Krieges zwischen Israel und Iran iranisches Territorium angriffen – ohne dass Moskau wirksame Gegenmaßnahmen ergriff. Zusätzlich belasten anhaltende Proteste im Iran, die Ende 2022 begannen, das Regime in Teheran, das traditionell auf russische Rückendeckung setzte. Die Situation zeigt, wie brüchig solche Allianzen in der Praxis sein können.
Fesenko stellt klar, dass die Unterstützung aus Moskau stets an Bedingungen geknüpft ist. Das iranische Regime habe sich stets auf Russland verlassen, doch die jüngsten Ereignisse belegten, dass dieser Rückhalt trügerisch sein kann. Auch in China herrsche ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber Russland. Der Politologe weist darauf hin, dass Peking sehr wohl verstehe, dass Moskau einen Verbündeten im entscheidenden Moment im Stich lassen könnte. Dies unterstreicht auch der Vorstoß chinesischer Vertreter im vergangenen Jahr, Europäer in Verhandlungsprozesse zur Ukraine einzubeziehen – eine Position, die direkt der Linie des Kreml widerspricht.
'Der russische Präsident Wladimir Putin, der behauptet, Vereinbarungen einhalten zu können, hat durch sein Handeln gegenüber der Ukraine und Europa wiederholt bewiesen, dass er jedes Abkommen brechen kann.' - Wolodymyr Fesenko
Diese Haltung untermauert einen generellen Trend des Misstrauens gegenüber Russland seitens wichtiger Partner wie Iran und China. Sie stellt die grundsätzliche Fähigkeit des Kreml infrage, in internationalen Beziehungen als verlässlicher Bündnispartner aufzutreten. Die geopolitischen Folgen dieser Erosion von Vertrauen sind weitreichend.
Eine neue Ära der Unsicherheit
Das Misstrauen Irans und Chinas gegenüber Russland signalisiert einen Wandel im geopolitischen Gefüge. Staaten suchen zunehmend nach neuen Wegen, um ihre Interessen angesichts von Instabilität und Unberechenbarkeit in den Beziehungen zum Kreml zu wahren. Dies könnte die Suche nach alternativen Allianzen oder den Ausbau eigener Verteidigungskapazitäten beschleunigen. Langfristig führt dies zu einer Neubewertung strategischer Interaktionen auf der internationalen Bühne und verändert globale politische Dynamiken grundlegend.
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