Moskau will bis 2045 über 114.000 Menschen in besetzte Gebiete der Ukraine umsiedeln.
Russlands Umsiedlungspläne für die besetzten Regionen
Nach Angaben von TSN.ua: Die russische Führung treibt Pläne voran, um große Bevölkerungsteile in die von ihr besetzten ukrainischen Gebiete zu verlegen. Laut vorliegenden Informationen sollen bis zum Jahr 2045 fast 114.000 Personen dorthin gebracht werden. Die Besatzungsbehörden haben dafür 15 sogenannte Generalpläne für Teile der Oblaste Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson ausgearbeitet. Die offizielle Bevölkerungszahl in diesen Regionen soll dadurch um über 67.000 Menschen steigen.
Zusätzlich ist im Rahmen einzelner Bauprojekte vorgesehen, fast 47.000 weitere Arbeitskräfte anzuwerben. Die zentralen Vorhaben des Kremls umfassen:
- den Bau von mehr als 13 Millionen Quadratmetern Wohnfläche;
- über 140 Kindergärten;
- Dutzende Schulen und medizinische Einrichtungen;
- den Bau und die Sanierung von mehr als 3.000 Kilometern Straßen.
Mit diesen Maßnahmen soll die Infrastruktur in den besetzten Gebieten ausgebaut werden. Für die Umsetzung aller Projekte rechnet Moskau mit einem Bedarf von über 225.000 Beschäftigten.
Tourismus als strategisches Ziel
Ein weiterer Punkt der Planung sieht vor, dass bis zum Jahr 2044 jährlich bis zu 9,4 Millionen Touristen in die besetzten Gebiete reisen könnten. Geplant sind außerdem die Schaffung von Industrie- und Agrarparken, um die Wirtschaft dieser Regionen anzukurbeln.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat klargestellt, dass er keine Kompromisse auf Kosten der territorialen Integrität seines Landes eingehen werde. Er betonte: 'Er wird nicht nach Kompromissen suchen, die für alle akzeptabel sind.'
Selenskyj fügte hinzu, dass 'jede Pause ohne Sicherheitsgarantien Moskau nur erlauben würde, seine Kräfte zu sammeln'. Diese Aussagen unterstreichen die entschlossene Haltung Kiews, seine Souveränität zu verteidigen. Die geplanten Umsiedlungen und Infrastrukturprojekte sind ein Versuch Russlands, seine Kontrolle über die besetzten Gebiete zu festigen. Der ukrainische Präsident signalisiert jedoch, dass solche Aktionen nicht zu Zugeständnissen führen werden – die Ukraine werde weiterhin für ihre territoriale Unversehrtheit kämpfen. Dies zeigt die anhaltende Spannung zwischen beiden Ländern und stellt eine friedliche Lösung des Konflikts in naher Zukunft infrage.
Lesen Sie auch
- Trump befürwortet direkte Gespräche zwischen Selenskyj und Putin: Hintergründe und Reaktionen
- Appell an Putin: Selenskyj bittet in offenem Brief um persönliches Treffen zur Beendigung des Krieges
- Tusk beschuldigt die Ukraine des UPА-Streits: Welche Entscheidung wird Selensky treffen?
- Treffen mit Selenskyj geplant: Frankreich, Großbritannien und Deutschland loten Friedenschancen mit Putin aus
- Sorge um Verteidigungsfähigkeit: Journalistin warnt vor geplanter Streichung von Mathe aus dem NMT
- Putins Ablehnung des Friedens: Selenskyj spricht von schwachem Signal und fordert mehr Druck

