Russland greift mit Übungsraketen an: Zeichen für Munitionsmangel?.

Russland greift mit Übungsraketen an: Zeichen für Munitionsmangel?
Russland greift mit Übungsraketen an: Zeichen für Munitionsmangel?

Einsatz der Übungsrakete RM-48U

Nach Angaben von Novyny.live: Russische Streitkräfte setzen bei Angriffen auf die Ukraine nun auch die Übungsrakete RM-48U ein. Experten deuten dies als mögliches Zeichen für schwindende Bestände an S-300- und S-400-Raketen. Bei einem Angriff am 20. Januar 2025 wurden diese eigentlich für Luftabwehrsysteme konzipierten Raketen gegen Bodenziele verwendet. Russland verfügt nach Daten vom 1. Dezember 2025 über Lagerbestände von mehr als 400 dieser RM-48U-Raketen. Der Einsatz von Übungsmunition im Gefecht ist ein ungewöhnlicher Schritt, der auf erhebliche logistische Probleme hindeuten kann.

Neue taktische Ansätze der russischen Truppen

Bereits im Oktober 2023 testeten die russischen Streitkräfte Boden-Boden-Raketen für die 51P6-Starter der S-400-Systeme. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj wies am 20. Januar darauf hin, dass Russland seine Angriffe mit Raketen und Drohnen auf neue Art führe. Bezüglich des Angriffs am 20. Januar ist laut Analysen des Institute for the Study of War (ISW) noch unklar, ob die RM-48U-Raketen als Ablenkung dienten oder mit einem Gefechtskopf ausgestattet waren.

Die ISW-Analysten betonen, dass Russland schon länger Luftabwehrraketen der Typen S-300 und S-400 gegen Bodenziele in der Ukraine einsetzt. Diese neue Verwendung von Übungsraketen vor dem Hintergrund schrumpfender Bestände anderer Raketentypen könnte auf eine taktische Anpassung der russischen Streitkräfte im andauernden Konflikt hindeuten.

Der Einsatz der Übungsraketen RM-48U könnte eine kritische Lage bei den russischen Munitionsvorräten offenbaren und unterstreicht die Komplexität der Kriegsführung. Die schwindenden Bestände an S-300- und S-400-Raketen und der Wechsel zu alternativen Waffenoptionen könnten die Dynamik des Konflikts verändern und neue Herausforderungen für die ukrainische Verteidigung schaffen. Diese Entwicklungen zeigen eine taktische Anpassungsfähigkeit der russischen Militärs, die von der ukrainischen Armee möglicherweise neue Gegenstrategien erfordert.


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