Krisengewinn für Moskau: 50 Dollar Extra pro Barrel durch den Golfkonflikt.
Ölpreisrallye und Russlands Kassenlage
Nach Angaben von TSN.ua: Die angespannte Lage am Persischen Golf treibt die Ölpreise in die Höhe – und Russland profitiert davon, obwohl ukrainische Angriffe der Energiebranche schwere Schäden zufügen. Der Preis für die Nordseesorte Brent kletterte von rund 70 Dollar auf 114 Dollar pro Barrel. Moskau konnte sein heimisches Rohöl der Marke Urals sogar zu 121 Dollar pro Barrel verkaufen, was die Einnahmen deutlich steigerte.
Doch trotz dieser Preissprünge leidet die russische Ölindustrie unter erheblichen Einbußen. Ukrainische Drohnenattacken auf Verladeanlagen verursachen tägliche Verluste von bis zu zwei Millionen Barrel. Der Experte Oleh Pendsyn erläutert:
„Wenn wir über die täglichen Verluste der Russischen Föderation durch die Angriffe ukrainischer Drohnen auf Ölverladeanlagen sprechen, rechnen Sie einfach: Wir haben gesagt, sie verlieren bis zu zwei Millionen Barrel pro Tag.“
Finanzielle Spielräume trotz Verlusten
Dennoch verschafft der Golfkonflikt Russland einen zusätzlichen finanziellen Spielraum. Laut Oleh Pendsyn bringt jeder verkaufte Barrel dem Land aktuell 40 bis 50 Dollar mehr ein als zuvor. Er betont:
„Dank des Krieges am Persischen Golf erhält Russland für jeden verkauften Barrel Öl zusätzlich 40 bis 50 Dollar.“
Die gestiegenen Weltmarktpreise polstern die russische Wirtschaft also trotz der großen Herausforderungen ab. Die Einnahmen aus dem Ölexport wachsen, können die Verluste durch militärische Aktionen jedoch nicht vollständig ausgleichen.
Die Entwicklung auf den globalen Energiemärkten zeigt, wie sehr Russlands Finanzlage von geopolitischen Faktoren abhängt. Steigende Ölpreise stehen massiven Produktionsausfällen gegenüber. Wie sich die Lage am Golf und an der Front in der Ukraine weiterentwickelt, wird maßgeblich über die wirtschaftliche Stabilität Russlands entscheiden.
Lesen Sie auch
- Wie der Russland-Wirtschaftsgipfel sein internationales Gesicht verlor
- Drohnenangriffe zwingen Besatzer auf der Krim zu Rationierungen bei Öl und Nudeln
- Jazenjuk beziffert Russlands desaströse Verluste: Ausländische Investitionen brechen um das Zwölffache ein
- Benzin in Sewastopol nur noch auf Voucher: Freier Verkauf gestoppt
- Putin unter Druck: Neues Afrika-Gasprojekt soll Europas Energieversorgung sichern
- Zwei Milliarden Griwna für Kiews Wintervorbereitung: Das sind die geplanten Maßnahmen

