Massenangriff am 20. Januar: So schwer traf Russlands Raketen- und Drohnenhagel die Ukraine.
Großangriff mit Raketen und Drohnen
Nach Angaben von TSN.ua: Am 20. Januar 2023 führte die russische Armee einen massiven Angriff auf die Ukraine durch. Dabei kamen Drohnen und Raketen zum Einsatz, die weite Teile des Landes trafen. Die Attacke richtete erheblichen Schaden an der kritischen Infrastruktur an und führte zu großflächigen Ausfällen bei der Strom-, Heizungs- und Wasserversorgung. Explosionen waren in zahlreichen Regionen zu hören, die sowohl Wohngebäude als auch Infrastruktureinrichtungen beschädigten.
Die verheerenden Folgen
In der Hauptstadt Kiew waren 5635 Wohnblocks von der Heizungsversorgung abgeschnitten. Im Stadtbezirk Dnipro wurde ein Mehrfamilienhaus getroffen, woraufhin eine 59-jährige Bewohnerin hospitalisiert werden musste. Im Bezirk Butscha der Region Kiew kam ein 50-jähriger Mann ums Leben. In Saporischschja verloren 197 Haushalte den Strom. In der Stadt Dnipro wurden zwei Frauen im Alter von 76 und 67 Jahren verletzt. Auch die Region Riwne wurde getroffen, wo über 10.000 Haushalte ohne Strom waren. In der Oblast Winnyzja gab es einen Treffer auf ein kritisches Infrastrukturobjekt, und in der Oblast Poltawa brachen an mehreren Orten Brände aus.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab bekannt, dass Russland bei diesem Angriff über 300 Kampfdrohnen eingesetzt habe. Er betonte die Bedeutung internationaler Hilfe mit den Worten:
'Jedes Hilfspaket zählt.' - Wolodymyr Selenskyj
Mykola Kalaschnik, der die Ereignisse kommentierte, stellte fest:
'Der Terrorstaat bestätigt erneut: Sein Ziel sind Zivilisten und zivile Infrastruktur.' - Mykola Kalaschnik
Der Angriff hatte schwerwiegende Konsequenzen für die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur, was sowohl in der Ukraine als auch international Besorgnis auslöste. Trotz der verheerenden Schäden setzt das Land seinen Kampf für Unabhängigkeit und Sicherheit fort.
Die Lage in der Ukraine unterstreicht die Komplexität und Schärfe eines Konflikts, der nun bereits Jahre andauert. Massierte Angriffe auf zivile Ziele sind Teil einer Strategie, die auf die Demoralisierung der Bevölkerung und die Destabilisierung des Landes abzielt. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die westlichen Verbündeten, prüfen weiterhin mögliche Schritte zur Unterstützung der Ukraine, da die Stabilität der gesamten Region auf dem Spiel steht.
Lesen Sie auch
- Ex-Trump-Vertreter Kellogg verkündet Unterbrechung der Gespräche zwischen Ukraine, USA und Russland
- Rekordjahr für ukrainische Drohnenkräfte: Über 356.000 Treffer gegen russische Ziele
- Luftverteidigung im Fokus: Ukraine und Frankreich treiben Beschaffung von Radarsystemen und Aster-30-Raketen voran
- Krim von Russland abgeschnitten: Verkehr auf wichtiger Nachschubroute um 71 Prozent eingebrochen
- Weltpremiere: Ukraine gründet eigene Streitkräfte für Drohneneinsätze
- Mehr als 2.600 Bewerbungen für „Tausend Frühlinge“: Selenskyj erklärt Kultur zur Waffe

