Sibiga: Fast jede zweite US-Firma in der Ukraine durch russische Angriffe beschädigt.
Zielscheibe US-Wirtschaft: Russlands Krieg trifft amerikanische Unternehmen
Nach Angaben von TSN.ua: Die russische Aggression richtet sich nicht nur gegen die Ukraine, sondern schädigt gezielt auch amerikanische Wirtschaftsinteressen. Das machte der ukrainische Außenminister Andrij Sibiga deutlich. Konkret seien 47% der US-Unternehmen in der Ukraine durch russische Beschuss von Sachschäden betroffen. Noch erschreckender sind die personellen Verluste: 57% der Firmen meldeten verletzte Mitarbeiter, und bei 38% gab es sogar Todesopfer unter den Beschäftigten. Diese Zahlen zeigen, dass der Krieg längst auch ein wirtschaftlicher Angriff auf den Westen ist.
Russlands widersprüchliche Haltung und die strategische Chance
Sibiga wies auf den Widerspruch in Moskaus Rhetorik hin. Während der Kreml behaupte, die Beziehungen zu den USA nach dem Prinzip 'Business first' gestalten zu wollen, stehe die Realität der Zerstörung im krassen Gegensatz dazu.
„Angriffe auf die Fabriken eines angeblichen Partners kann man kaum als Partnerschaft bezeichnen“,so der Minister. Er betonte stattdessen die immense strategische Bedeutung einer freien und stabilen Ukraine.
„Eine souveräne Ukraine mit wachsendem Bruttoinlandsprodukt wäre ein großer strategischer Gewinn für amerikanische Interessen in Europa, ein riesiger Absatzmarkt und gleichzeitig eine strategische Niederlage für Moskau“,führte Sibiga aus. Die Unterstützung der Ukraine sei daher auch eine Investition in die eigene wirtschaftliche und geopolitische Zukunft.
Der Außenminister erwähnte zudem, dass der Kreml bereits für die Zeit ab 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 die Idee einer wiederbelebten Zusammenarbeit mit einer möglichen Administration von Donald Trump vorantreibe. Vor diesem Hintergrund bekräftigte Sibiga die Bereitschaft der USA, Sicherheitsgarantien für die Ukraine zu ratifizieren – ein entscheidendes Signal angesichts der anhaltenden Bedrohung. Diese Garantien sind ein Fundament, auf dem langfristige Investitionen und Stabilität überhaupt erst möglich werden.
Die Aussagen von Außenminister Sibiga machen unmissverständlich klar, dass die Folgen des russischen Angriffskrieges weit über die ukrainischen Grenzen hinausreichen. Sie treffen amerikanisches Eigentum und fordern amerikanische Opfer. In einer globalisierten Wirtschaftswelt macht diese direkte Betroffenheit die Unterstützung der Ukraine auch zu einer Frage des Schutzes eigener wirtschaftlicher Interessen und der Verteidigung einer internationalen Ordnung, die auf Recht und nicht auf Gewalt basiert.
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