Eindringling aus Russland: Estland alarmiert – Nato-Jäger steigen auf.
Vorfall mit einer Su-30
Nach Angaben von TSN.ua: Am 18. März 2023 drang ein russischer Kampfjet vom Typ Su-30 ohne Genehmigung in den estnischen Luftraum ein. Der Vorfall ereignete sich nahe der Insel Vaindloo und dauerte etwa eine Minute an. Die russische Maschine hatte keinen Flugplan eingereicht und nahm auch keinen Funkkontakt mit der estnischen Flugsicherung auf. Als Reaktion darauf startete eine italienische Einheit der Luftstreitkräfte einen Aufklärungsflug.
Das estnische Außenministerium bestellte den russischen Geschäftsträger ein, um gegen diese Grenzverletzung zu protestieren. Es handelt sich um den ersten derartigen Fall im Jahr 2023, bei dem ein russisches Flugzeug den estnischen Luftraum verletzte.
Lukaschenkos Drohungen
Im Zusammenhang mit diesem Vorfall drohte Alexander Lukaschenko am 13. März 2023 mit dem Einsatz der russischen Rakete ‚Oreschnik‘ gegen Nachbarstaaten. Diese Äußerungen sorgten in der Region für Unruhe, da sie die Spannungen zwischen Russland und seinen Nachbarn verdeutlichen.
Zudem entdeckten rumänische Überwachungssysteme am 17. März 2023 eine russische Drohne rund 20 Kilometer von Wylkowe entfernt. Auch dieser Umstand weist auf die militärische Aktivität Russlands in der Region hin und könnte zusätzliche Maßnahmen der Anrainerstaaten erforderlich machen.
Der Zwischenfall mit der Su-30 ist somit Teil einer umfassenderen Entwicklung zunehmender Spannungen, die sowohl durch militärische Aktionen als auch durch politische Erklärungen Russlands und seiner Verbündeten ausgelöst werden. Die Luftraumverletzung und die Drohungen Lukaschenkos unterstreichen, wie wichtig es für die baltischen Staaten und ihre Partner ist, ihre Verteidigungsmaßnahmen zu verstärken, um die Sicherheit in dieser strategisch bedeutsamen Region zu gewährleisten.
Lesen Sie auch
- Lukaschenko zur Ukraine-Krise: Minsk will keinen Krieg und signalisiert Gesprächsbereitschaft gegenüber dem Westen
- Friedenssignale aus Minsk: Lukaschenko beschwört Dialog, während Kiew militärische Optionen nicht ausschließt
- Minsk wird zur Drehscheibe: Ukraine meldet mehr Drohnenangriffe aus Belarus
- Lukaschenko will den Finger am Abzug: Belarusse könnten durch russische Atomwaffen zur Zielscheibe werden
- Ex-CIA-Chef warnt: Atomwaffen und Manöver mit Russland – das größte Risiko für Belarus
- Lukaschenko verdient am Krieg: Über 500 belarussische Betriebe liefern Waffen an Russland

