20 Millionen Jahre alter Ton löste das Mega-Beben von 2011 aus.

20 Millionen Jahre alter Ton löste das Mega-Beben von 2011 aus
20 Millionen Jahre alter Ton löste das Mega-Beben von 2011 aus

Das Rätsel des Tōhoku-Bebens ist gelöst

Nach Angaben von TSN.ua: Wissenschaftler haben die Ursache für das verheerende Tōhoku-Erdbeben von 2011 identifiziert, das den folgenschweren Tsunami und die Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi auslöste. Ein internationales Forscherteam brach 2024 mit dem Bohrschiff Chikyu in den Japanischen Graben auf und stellte dabei einen Guinness-Weltrekord für die tiefste wissenschaftliche Ozeanbohrung auf.

Die gewonnenen Bohrkerne offenbarten: Der Bruch in der Erdkruste ereignete sich in einer 25 bis 30 Meter dicken Schicht aus urzeitlichem Ton. Dieses Sedimentgestein hatte sich vor etwa 20 Millionen Jahren gebildet, aus Ablagerungen, die über einen Zeitraum von 130 Millionen Jahren auf dem Meeresboden entstanden waren. In dieser fragilen Zone verschoben sich die tektonischen Platten um 50 bis 70 Meter – die Hauptursache für das Mega-Beben.

Ein Schlüssel für andere Mega-Beben?

Die Forscher vermuten, dass ähnliche Tonschichten auch andere verheerende Erdbeben erklären könnten, etwa das vor Sumatra im Jahr 2004. Diese Erkenntnisse könnten das Verständnis von seismischen Prozessen in Subduktionszonen grundlegend verändern und helfen, Risiken besser einzuschätzen. Solche Zonen, wo eine Erdplatte unter eine andere abtaucht, sind weltweit für die stärksten Beben verantwortlich.

Die neuen Daten werden das Wissen über seismische Aktivitäten in Regionen mit vergleichbaren geologischen Gegebenheiten erheblich erweitern. Dies kann zur Verbesserung von Frühwarnsystemen und zur Verringerung von Risiken bei Naturkatastrophen beitragen. Die Ergebnisse der Expedition bilden zudem eine wichtige Grundlage für weitere Forschungsarbeiten, die die Rolle solcher Tonschichten bei der Auslösung von Erdbeben genauer analysieren.


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