Ab 2026 gelten strengere Vorgaben für das Fällen von Totholz auf Brachflächen.
Neue Regeln und Bußgelder: Was sich ab 2026 für Totholz auf Brachland ändert
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine gelten ab dem Jahr 2026 verschärfte Vorschriften für die Entnahme von abgestorbenen Bäumen und Sträuchern auf Brachflächen. Die neuen Regelungen knüpfen insbesondere an die Klassifizierung der Fläche als Teil des staatlichen Wald- oder Forstfonds an. Grundstückseigentümer und Kommunalbehörden sind daher künftig noch stärker in der Pflicht, den Zustand der Gehölze auf solchen Flächen zu überwachen, da deren Entfernung strengeren Beschränkungen unterliegen wird. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, einen unkontrollierten Verlust von Grünbeständen in Siedlungsgebieten zu verhindern.
Die rechtliche Grundlage bildet der Erlass 'Über die Genehmigung der Regeln für die Pflege von Grünanlagen in den besiedelten Gebieten der Ukraine'. Demnach haben Eigentümer von privaten oder kommunalen Grundstücken, die nicht zum Wald- oder Forstfonds gehören, grundsätzlich das Recht, Totholz oder wildwachsende Bäume zu entfernen – sofern keine anderen Vorschriften dagegen sprechen. Oleg Kosljak wies darauf hin, dass dabei lokale Beschränkungen wie Bebauungspläne, Schutzzonen und bestehende Grünflächen sowie der mögliche Schutzstatus einzelner Bäume als Naturdenkmäler unbedingt beachtet werden müssen.
Diese Bußgelder drohen bei Verstößen gegen die Totholz-Regeln
Wer gegen die neuen Vorschriften zur Totholzentnahme verstößt, muss mit empfindlichen Geldstrafen rechnen. Für Privatpersonen liegt das Bußgeld zwischen 170 und 510 Hrywnja. Für Amtsträger und Unternehmer erhöht sich der Betrag auf 510 bis 850 Hrywnja. Als Referenzwert gilt die Verordnung des Ministerkabinetts Nr. 559 vom 08.04.1999, wonach die Zerstörung eines Baumes mit einem Stammdurchmesser von 18 bis 22 cm mit etwa 550 Hrywnja bewertet wird. Diese Strafen unterstreichen den ernsthaften Ansatz des Gesetzgebers im Umgang mit dem Schutz von städtischem und ländlichem Grün.
Zusammenfassend wird die Entfernung von Totholz auf ukrainischen Brachflächen ab 2026 einem klareren und strengeren Regelwerk unterworfen. Die Reform soll den Erhalt der verbliebenen Grünbestände fördern und so einen Beitrag zur ökologischen Sicherheit und zur Bewahrung der Biodiversität leisten. Eine erfolgreiche Umsetzung hängt maßgeblich von der aktiven Zusammenarbeit zwischen Bürgern, Grundstückseigentümern und den lokalen Verwaltungsbehörden ab.
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