Anklage gegen Chef des TV-Senders „Spas“: Das wirft die Ukraine Boris Korchevnikov vor.
Vorwürfe gegen Boris Korchevnikov
Nach Angaben von Espreso.tv: Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat Anklage gegen Boris Korchevnikov erhoben. Ihm werden drei Straftatbestände nach dem ukrainischen Strafgesetzbuch vorgeworfen. Der Grund: seine Tätigkeit für den prorussischen Fernsehsender „Spas“. Konkret geht es um die Rechtfertigung der russischen Aggression gegen die Ukraine – ein schwerwiegender Vorwurf.
Boris Korchevnikov ist als Chef des Senders „Spas“ bekannt und war früher als Schauspieler in der Serie „Kadetten“ tätig. Die Anklage stützt sich auf die Artikel 110, 436-2 und 332-2 des ukrainischen Strafgesetzbuchs. Laut SBU hat Korchevnikov nicht nur Kriegsverbrechen der Russen gerechtfertigt, sondern auch zur Eroberung der Ukraine aufgerufen. Zudem soll er zwischen 2022 und 2023 vorübergehend besetzte Gebiete der Ukraine besucht haben – ein weiterer Beleg für die Schwere seiner Taten.
Größere Aktion des SBU
Der ukrainische Sicherheitsdienst leitete das Verfahren gegen Boris Korchevnikov im März 2025 in Abwesenheit ein. Diese Anklage ist Teil einer umfassenderen Kampagne: Der SBU hat auch gegen mehrere andere Personen Anklage in Abwesenheit erhoben, darunter:
- Wladimir Solowjow
- Olga Skabejewa
- Konstantin Keworkjan
- Nikolai Baskow
Diese Schritte zeigen, dass die ukrainischen Behörden verstärkt gegen Propaganda vorgehen, die die Aggression gegen die Ukraine unterstützt. Die Maßnahmen sind Teil einer Strategie, um Desinformation und den Informationskrieg zu bekämpfen, der im Zuge des Konflikts weitergeführt wird.
Die Anklagen gegen Korchevnikov und andere Medienschaffende unterstreichen, wie ernst die Ukraine die Bekämpfung von Propaganda nimmt. Beobachter rechnen mit weiteren Schritten der ukrainischen Justiz gegen Personen, die die öffentliche Meinung zugunsten Russlands beeinflussen wollen. Dies könnte die Sicherheitslage des Landes langfristig stärken.
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