Die Ukraine eröffnet ein Strafverfahren gegen den höchsten General Russlands wegen des Angriffs auf Kiew am 2. Juli.
Strafverfahren gegen Valery Gerasimov eingeleitet
Nach Angaben von Novyny.live: Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat ein Strafverfahren gegen Valery Gerasimov, den Stabschef der russischen Streitkräfte, eingeleitet und ihm vorgeworfen, großangelegte Angriffe auf zivile Ziele in der Ukraine orchestriert zu haben - einschließlich des Angriffs auf Kiew am 2. Juli. Er wird verdächtigt, an Raketen- und Luftangriffen beteiligt gewesen zu sein, die zu erheblichen Verlusten an Menschenleben geführt haben.
Der Fall wurde am 2. Juli eröffnet, nach einem Angriff, bei dem 30 Menschen getötet und fast 100 weitere verletzt wurden. Der SBU stellte fest, dass die Angriffe Shahed/Geran-Drohnen sowie eine Reihe von Raketen umfassten:
- Kalibr
- Kinzhal
- Tsirkon
- Iskander
- Kh-Serie Raketen
Diese Handlungen verletzen angeblich die Artikel 51 und 52 des Zusatzprotokolls I der Genfer Konventionen vom 12. August 1949.
Der SBU führt die Untersuchung gemäß Teil 2 des Artikels 438 des Strafgesetzbuchs der Ukraine durch. In einer Erklärung sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass
„die Zahl der Todesopfer auf 30 gestiegen ist, mit fast 100 verletzten Personen.“Dieser Vorfall markiert eine schwere Eskalation der Gewalt in der Region.
Internationale Anerkennung und Konsequenzen
Im Juni 2024 erließ der Internationale Strafgerichtshof Haftbefehle gegen sowohl Sergei Shoigu als auch Valery Gerasimov, was die internationale Anerkennung der Schwere ihrer Handlungen unterstreicht. Fragen der Verantwortlichkeit stehen im Raum, da solche Angriffe auf zivile Infrastruktur schwerwiegende Folgen sowohl für die Bevölkerung als auch für das Völkerrecht haben.
Dieser Fall hebt die steigenden Spannungen in der Region und die schweren Folgen militärischer Operationen hervor, die zivile Ziele ins Visier nehmen. Die Einleitung von Strafverfahren und die Ausstellung internationaler Haftbefehle sind wichtige Schritte, um die Verantwortlichen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Rechenschaft zu ziehen – und senden das Signal, dass Aggressionen gegen Zivilisten nicht geduldet werden. Diese Entwicklungen betreffen nicht nur die Stabilität in der Ukraine, sondern wecken auch globale Besorgnis, die möglicherweise zu weiteren Maßnahmen der internationalen Gemeinschaft führen könnte.
Lesen Sie auch
- Kiewer Angriff: 30 Tote und fast 100 Verletzte – Selenskyj gibt neue Opferzahlen bekannt
- Zehn Jahre Laufzeit: Sechs Drohnenabkommen von Ukraine besiegelt – 20 weitere Nationen wollen beitreten
- Putin und Lukaschenko: Geheimtreffen lässt Belarus in den Ukraine-Krieg rutschen?
- Nach Raketenangriff auf Kiew: US-Abgeordnete fordern sofortige Militärhilfe für Ukraine – 30 Tote
- Todesopfer nach Angriff auf Kiew steigt auf 30: Drei weitere Leichen geborgen
- Trauertag in Kiew am 3. Juli: Abgesagte Veranstaltungen und Pläne zur Luftabwehrverstärkung

