Ukraine identifiziert iranischen General als Schlüsselfigur für russische Drohnenproduktion.
Schlüsselfigur hinter den Angriffsdrohnen
Nach Angaben von TSN.ua: Die ukrainischen Sicherheitsbehörden haben einen iranischen General identifiziert, der entscheidend an der Einführung russischer Kampfdrohnen beteiligt war. Gegen General Abdollah Mehrabi wurde wegen Beihilfe zum Angriffskrieg gegen die Ukraine ermittelt. Mehrabi leitet die Organisation für Dschihad und Selbstversorgung der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte innerhalb der iranischen Revolutionsgarde (IRGC). Seine Rolle unterstreicht die direkte Verstrickung iranischer Elitetruppen in den Krieg.
Systematische Aufrüstung Russlands
Bereits im Juli 2022 vereinbarten Russland und der Iran die Lieferung von Drohnentechnologie. Im Januar 2023 reiste Mehrabi persönlich nach Jelabuga in der Republik Tatarstan, wo die Produktionsstätte für die Drohnen entstand. Dort etablierte Russland die Fertigung der unbemannten Flugkörper, die unter der Bezeichnung 'Geran-2' bekannt sind – der russischen Variante des iranischen Modells Shahed-136. Allein in den Jahren 2023 und 2024 erhielt die russische Armee über 13.000 dieser Angriffsdrohnen.
Der Iran lieferte zudem Ausrüstung und Komponenten im Wert von mehr als 324 Millionen US-Dollar. Russische Ingenieure und Drohnenoperatoren wurden geschult, und auf der besetzten ukrainischen Krim sowie im Gebiet Cherson fanden Trainingseinheiten statt. Der Generalstaatsanwalt der Ukraine, Ruslan Krawtschuk, bestätigte, dass die Ermittlungen fortgesetzt werden. Der Fall Mehrabi gilt als wichtiger Schritt, um alle Verantwortlichen für die Aggression zur Rechenschaft zu ziehen.
Diese Enthüllungen zeigen, wie Kriegstechnologie heute über internationale Allianzen transferiert wird. Die militärische Kooperation zwischen Iran und Russland geht über einfache Waffenlieferungen hinaus und umfasst gemeinsame Produktion und Ausbildung. Dies verändert die Sicherheitslage weit über die Ukraine hinaus. Gleichzeitig demonstriert die ukrainische Justiz ihren Willen, auch ausländische Unterstützer der Invasion juristisch zu verfolgen – ein Signal mit potenziell erheblichen außenpolitischen Konsequenzen für beide beteiligten Staaten.
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