Ungarns Außenminister wirft Ukraine politische Blockade der Pipeline „Druschba“ vor – Hintergründe zum Besuch.
Einschätzungen zum Besuch der ungarischen Delegation in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó hat den Besuch seiner Delegation in der Ukraine kommentiert und dabei politische Motive für die Blockade der Pipeline „Druschba“ angeführt. Die Reise der ungarischen Abordnung fand am 11. März statt. Szijjártó zufolge habe die Delegation ihr Ziel erreicht, und Ministerpräsident Viktor Orbán betonte, dass die Abordnung mit Ergebnissen zurückkehre.
Zu dem Treffen mit dem ukrainischen Unternehmen „Naftogaz“ wurden ausschließlich Botschafter zugelassen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte hingegen Zweifel am Zweck des Besuchs und gab an, nicht zu wissen, weshalb die ungarische Delegation überhaupt gekommen sei. Bemerkenswert ist zudem, dass der Besuch des ungarischen Vize-Energieministers verschoben wurde.
Politische Hintergründe und Energiesicherheit
Péter Szijjártó erklärte weiter, dass „Naftogaz gezwungen war, Stellung zu beziehen“ – ein Hinweis auf den Druck, dem das Unternehmen ausgesetzt gewesen sei. Der Minister fügte hinzu: „Es ist offensichtlich, dass hier die Ohren spitz werden; praktisch ist diese Ölblockade klar auf die ungarischen Parlamentswahlen ausgerichtet.“
„Wir haben die Maschine gestartet, die Ukrainer konnten das nicht.“ Viktor Orbán
Wolodymyr Selenskyj betonte dagegen: „Die Pipeline ‚Druschba‘ wird von Russland zerstört, nicht von der Ukraine.“
Der Besuch der ungarischen Delegation in der Ukraine hat somit nicht nur die bilateralen Beziehungen in den Fokus gerückt, sondern auch breitere politische Zusammenhänge rund um die Energiesicherheit in der Region. Die Situation um die Pipeline „Druschba“ verdeutlicht die Komplexität der Energiebeziehungen zwischen der Ukraine und Ungarn sowie den Einfluss der ungarischen Innenpolitik auf internationale Entscheidungen. Diese Reise könnte als Katalysator für weitere Gespräche und Diskussionen im Rahmen der Energiekooperation zwischen den Ländern dienen.
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