Diesel-Engpass für Ukraine: Lieferstopp aus Ungarn und der Slowakei.

Diesel-Engpass für Ukraine: Lieferstopp aus Ungarn und der Slowakei
Diesel-Engpass für Ukraine: Lieferstopp aus Ungarn und der Slowakei

Versorgungskrise bei Dieselkraftstoff

Nach Angaben von Novyny.live: Die Ukraine muss sich auf eine Unterbrechung der Dieselimporte einstellen. Die Slowakei und Ungarn haben ihre Lieferungen vorübergehend gestoppt. Fachleuten zufolge könnte es mehrere Wochen bis zu zwei Monate dauern, bis die Versorgung wieder aufgenommen wird. Auslöser ist der in der Slowakei verhängte Energienotstand, der das Unternehmen Slovnaft zum Exportstopp nach Ukraine gezwungen hat. Dieser Schritt verdeutlicht die komplexen Abhängigkeiten im europäischen Energiesektor, der noch immer unter den Nachwirkungen des Krieges leidet.

Das slowakische Unternehmen Slovnaft gab an, einen täglichen Bedarf von etwa 7.300 bis 7.500 Tonnen Rohöl zu haben. Um die Inlandsnachfrage zu decken, könnte Slovnaft auf strategische Ölreserven von 250.000 Tonnen zurückgreifen. Die Lage wird dadurch verschärft, dass sowohl Ungarn als auch die Slowakei seit dem 27. Januar 2026 kein russisches Rohöl mehr beziehen – eine Tatsache, die die gesamte Versorgungskette in der Region beeinflusst.

Folgen für die ukrainische Energiesicherheit

Die Route über Ungarn und die Slowakei deckte etwa 11 % des ukrainischen Dieselimports ab. Der Direktor von 'NaftoRynok', Oleksandr Sirenko, kommentierte die Situation mit der Warnung, der Lieferstopp könne die Energiesicherheit der Ukraine ernsthaft gefährden.

Serhij Kujun, Leiter der Consulting-Gruppe A-95, betonte ebenfalls, dass das Fehlen dieser Diesel-Lieferungen zu erheblichen Versorgungsproblemen führen werde.

Der slowakische Premierminister Robert Fico und der ungarische Außenminister Péter Szijjártó äußerten ihrerseits Besorgnis über die Lage im Energiesektor. Sie betonten, die getroffenen Maßnahmen seien notwendig, um die Versorgungsstabilität in ihren eigenen Ländern zu gewährleisten.

Die vorübergehende Einstellung der Diesel-Lieferungen aus der Slowakei und Ungarn könnte schwerwiegende Folgen für die Ukraine haben. Angesichts des bedeutenden Importanteils von 11 % drohen der ukrainischen Wirtschaft zusätzliche Belastungen. Gleichzeitig sehen sich die beiden EU-Länder gezwungen, ihre eigenen Energiebedürfnisse in den Vordergrund zu stellen – ein Dilemma zwischen solidarischer Unterstützung der Nachbarregion und der Sicherung der eigenen Versorgung, das durch den Wegfall russischen Rohöls noch verschärft wird.


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