Tod nach Nieren-OP: Familie wirft Privatklinik in Kiew Fahrlässigkeit vor.

Tod nach Nieren-OP: Familie wirft Privatklinik in Kiew Fahrlässigkeit vor
Tod nach Nieren-OP: Familie wirft Privatklinik in Kiew Fahrlässigkeit vor

Ein Patient stirbt nach Routineeingriff

Nach Angaben von TSN.ua: Der 66-jährige Hennadij Tschaurow starb in einer Privatklinik in Kiew nach einer Operation zur Entfernung von Nierensteinen. Seine Angehörigen machen Ärzte für den Tod verantwortlich und werfen ihnen grobe Fahrlässigkeit sowie mangelnde postoperative Betreuung vor. Laut Aussage der Familie litt der Vater unter starken Schmerzen und bat um Hilfe, doch das medizinische Personal wies dies als bloße Blähungen ab. Switlana Tschaurowa, die Tochter des Verstorbenen, berichtet:

'Mein Vater stöhnte vor Schmerzen und flehte um Hilfe, aber die Ärzte sagten ihm, es seien nur Gase.'

Die tragischen Umstände

Der fatale Eingriff fand im Medizinischen Zentrum "Consilium Medical" statt. Die Familie hatte umgerechnet etwa 300.000 Hrywnja für die Behandlung aufgewendet. Allein die Operation kostete rund 200.000 Hrywnja, der tägliche Aufenthalt auf der Intensivstation schlug mit 20.000 bis 30.000 Hrywnja zu Buche. Besonders erschüttert war die Familie, als sie nach der Todesnachricht in die Klinik kam und feststellen musste, dass der Leichnam bereits in die Pathologie verbracht worden war. Switlana Tschaurowa schildert:

'Als wir die Nachricht vom Tod meines Vaters erhielten, fuhren wir geschockt in die Klinik – sein Körper lag bereits im Kühlhaus.'

Die Ermittlungsabteilung der Polizei Kiew hat am 15. Februar 2025 ein Strafverfahren eingeleitet. Die Ehefrau des Verstorbenen hat eine schriftliche Erklärung abgegeben, in der sie eine Obduktion ablehnt, wie der Familienvertreter Dmytro Reschetko bestätigte. Unklarheiten bei den Dokumenten und der überstürzte Abtransport des Leichnams nähren bei den Hinterbliebenen weitere Zweifel am Vorgehen des Klinikpersonals. Solche Vorfälle werfen grundsätzliche Fragen zur Transparenz und Sorgfalt in medizinischen Einrichtungen auf.

Die Familie plant, sich mit der Forderung nach vollständiger Aufklärung an die Strafverfolgungsbehörden zu wenden. Sie sind überzeugt, dass unzureichende Betreuung zur Tragödie führte. Parallel dazu ermittelt die Polizei in einem weiteren, bisher nicht näher bekannten Fall gegen die gleiche Klinik. Die Untersuchungen dauern an, und die Angehörigen hoffen auf Gerechtigkeit.

Der Tod von Hennadij Tschaurow unterstreicht die essentielle Bedeutung einer verantwortungsvollen Patientenbetreuung und der Haftung medizinischer Einrichtungen. Die Familie ist entschlossen, ihre Rechte einzufordern und die wahren Ursachen der Tragödie aufzuklären. Der Vorfall stellt die Qualität der Dienstleistungen in Privatkliniken infrage und schürt in der Öffentlichkeit Besorgnis über die Patientensicherheit.


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