Festnahme in Kiew: Hochschullehrerin soll 10.000 Dollar Schmiergeld für Studium und Mobilmachungsaufschub kassiert haben.

Festnahme in Kiew: Hochschullehrerin soll 10.000 Dollar Schmiergeld für Studium und Mobilmachungsaufschub kassiert haben
Festnahme in Kiew: Hochschullehrerin soll 10.000 Dollar Schmiergeld für Studium und Mobilmachungsaufschub kassiert haben

Kiewer Dozentin festgenommen – Vorwurf der Bestechlichkeit

Nach Angaben von Espreso.tv: In der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist eine Dozentin festgenommen worden. Sie soll von einem Mann 10.000 Dollar dafür gefordert haben, ihn für das Studium „Management der Technologien“ einzuschreiben und ihm damit eine dreijährige Befreiung vom Militärdienst zu verschaffen. Die Frau gab vor, die Aufnahme des Mannes arrangieren zu können, was ihn vor der Einberufung bewahrt hätte.

Der Interessent, der sich als Student einschreiben lassen wollte, hätte zusätzlich 35.000 Griwna Studiengebühren pro Jahr zahlen müssen. Die Dozentin wurde bei der Entgegennahme des Geldes gefasst. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren nach Teil 3 von Artikel 369-2 des ukrainischen Strafgesetzbuchs ein. Das Gericht verhängte gegen sie Hausarrest rund um die Uhr.

Korruption im Bildungs- und Militärbereich – drohende Haftstrafe

Sollte die Schuld der Frau nachgewiesen werden, drohen ihr drei bis acht Jahre Freiheitsstrafe sowie die Einziehung ihres Vermögens. Bereits am 28. Juli war eine Mitarbeiterin eines Mobilmachungsbüros in Odessa enttarnt worden. Diese Fälle verdeutlichen die anhaltenden Korruptionsprobleme in den Bereichen Bildung und Wehrpflicht.

Die Affäre reiht sich in die ukrainischen Bemühungen gegen Bestechung ein – besonders in Zeiten der Mobilmachung. Die Behörden wollen durch solche Aufdeckungen das Vertrauen in die Integrität staatlicher Stellen stärken und Reformprozesse vorantreiben. Dass Hochschulpersonal und Militärbeamte gegen Geld Gefälligkeiten gewähren, untergräbt die Glaubwürdigkeit des Systems und erschwert die dringend nötige Transparenz.


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