Trump fordert erneut Wahlen in der Ukraine: Was hinter seiner Erklärung steckt.
Nach Angaben von ТСН: Donald Trump hat erneut die Meinung geäußert, dass in der Ukraine Wahlen abgehalten werden sollten, da es schon lange keine gegeben hat. Er ist der Meinung, dass die Regierung den Krieg nutzt, um den Wahlprozess zu vermeiden. Doch diese Position von Trump erscheint als Unterstützung der Propaganda von Wladimir Putin.
Der Vorsitzende der NGO "Ukraine in der NATO", Jurij Romaniuk, erklärte diese Situation in einem Gespräch mit einem der Fernsehsender.
Romaniuks Sichtweise zur Situation
Romaniuk ist der Meinung, dass Trump eigentlich keine Wahlen in der Ukraine braucht, sondern er unterstützt den Narrativ von Putin, der ständig von der "Unrechtmäßigkeit der ukrainischen Regierung" spricht.
In Gesprächen mit Trump betont Putin häufig, dass er angeblich für Frieden ist, aber er denkt, dass es niemanden gibt, mit dem man einen Vertrag schließen kann, da Selenskyj kein legitimer Präsident ist.
„Trump glaubt aus irgendeinem Grund an diesen Unsinn und denkt, dass die gesamte Verzögerung bei der Schaffung des Friedens in der Ukraine darauf zurückzuführen ist, dass die ukrainische Regierung in der Person von Selenskyj weiter kämpfen möchte“, betonte Romaniuk.
Hindernisse für die Wahlen
Doch sowohl Trump als auch Putin befinden sich in einer schwierigen Situation. Um Wahlen in der Ukraine abzuhalten, muss ein stabiler Frieden gewährleistet und die Sicherheit an den Wahlurnen garantiert werden.
Selenskyj antwortete, dass er bereit sei, Wahlen abzuhalten, jedoch dafür Frieden wiederhergestellt werden müsse.
„Stellen wir uns vor, Trump würde dem zustimmen, aber wie würde Putin dem zustimmen? Er muss den Krieg stoppen, zumindest für 100 Tage einfrieren“, erklärte Romaniuk.
Putins Ziel und Selenskyjs Position
Der Experte betonte, dass Putins Ziel darin besteht, die Ukraine zu zerstören und nicht einen Präsidenten an die Macht zu bringen, der Russland vollständig unterstützen würde.
So stellt Selenskyj wichtige Fragen an Trump und Putin.
„Er versteht, dass es in der Ukraine jetzt keine Regierung geben wird, die Russland und seinen Plan vollständig unterstützen würde“, schloss Romaniuk.
Trump wiederum erklärte, dass die Ukrainer das Recht auf Wahlen haben, was darauf hindeutet, dass die Regierung den Krieg nutzt, um den Prozess zu verzögern.
„Sie sollten das Recht haben, zu wählen“, merkte Trump an und kommentierte das Fehlen von Wahlen.
Er betonte auch, dass die lange Abwesenheit von Wahlen negative Auswirkungen auf die demokratischen Prozesse in der Ukraine haben könnte.
Darüber hinaus hat Putin bereits mehrfach von der „Unrechtmäßigkeit“ des ukrainischen Präsidenten behauptet, was angeblich die Möglichkeit juristischer Vereinbarungen erschwert.
„Das macht eine rechtlich verbindliche Vereinbarung unmöglich, daher sollten die Ukrainer Wahlen abhalten“, betonte Putin.
Außerdem nannte Trump Selenskyj kürzlich einen „Diktator ohne Wahlen“, weil Wahlen im Kriegszustand nicht abgehalten wurden.
Trumps Position zu den Wahlen in der Ukraine hat gemischte Reaktionen hervorgerufen, insbesondere unter ukrainischen Experten. Romaniuk betont, dass Frieden die grundlegende Voraussetzung für die Durchführung von Wahlen ist, und ohne Stabilität im Land bleibt diese Idee auf der Ebene von Diskussionen. Die ständige Bedrohung durch Russland verstärkt nur die Bedeutung von Sicherheit und Legitimität der ukrainischen Regierung.
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