Ukrainer feiern Weihnachten am 25. Dezember: die wichtigsten Traditionen und Verbote.

Ukrainer feiern Weihnachten am 25. Dezember: die wichtigsten Traditionen und Verbote
Ukrainer feiern Weihnachten am 25. Dezember: die wichtigsten Traditionen und Verbote

Nach Angaben von ТСН: Die Weihnachtsfeier, die die Ukrainer jeden Winter feiern, hat im letzten Jahr ein neues Datum erhalten. Früher wurde dieses große christliche Fest am 7. Januar gefeiert, doch nach dem Übergang der PCU und der UHKC zum neuen Julianischen Kalender begannen die meisten wichtigen kirchlichen Feste 13 Tage früher gefeiert zu werden. Jetzt wird Weihnachten in der Ukraine am 25. Dezember gefeiert. Im nächsten Jahr fällt das Fest auf einen Donnerstag.

Weihnachten: die Geschichte des Festes

Weihnachten symbolisiert die Geburt Jesu Christi, des Retters der Menschheit, der auf die Erde kam, um die Sünden aller Menschen zu sühnen. Seine Mutter war die Jungfrau Maria, die gemäß dem Evangelium ihren Sohn vom Heiligen Geist empfing. Maria lebte mit ihrem Ehemann Josef in Nazareth, aber als die Zeit der Geburt kam, mussten sie nach Bethlehem reisen, um sich dort für die Volkszählung zu registrieren.

Durch den großen Andrang in der Stadt konnten Josef und Maria kein Zimmer für die Nacht finden. Sie fanden Zuflucht in einer kleinen Höhle, wo die Hirten sich vor dem schlechten Wetter versteckten. Dort, in dieser Nacht, gebar die Jungfrau Maria ihren Sohn, der dazu bestimmt war, der Sohn Gottes zu werden.

Die Hirten waren die Ersten, die von diesem Wunder erfuhren. Ein Engel kündigte ihnen die Geburt Jesu an, daraufhin kamen sie, um zu verehren. Auch über Bethlehem erschien ein heller Stern, der den Weg zum Retter wies. Nach den Hirten kamen die Weisen, die Geschenke für Jesus brachten: Myrrhe, Weihrauch und Gold.

Weihnachten: Traditionen der Ukrainer

Für die Ukrainer war Weihnachten immer ein Familienfest, und die meisten Bräuche in dieser Zeit fanden im engen Familienkreis statt. Die ganze Familie kam am Tisch zusammen.

Die Feierlichkeiten zu Weihnachten begannen am 24. Dezember, am Heiligen Abend. Mit dem ersten Stern musste man sich an den festlichen Tisch setzen, der unbedingt aus 12 fleischlosen Gerichten bestand: Kutja, Pfannkuchen, vegetarische Borschtsch mit Knödeln, Golubzy, geschmortem Sauerkraut, Pilzen und Fisch. Obwohl die Gerichte je nach Region variierten, blieb die Kutja immer der Mittelpunkt der Feier.

Es gab einen Glauben, dass eine Person, die Weihnachten nicht zu Hause feiert, das ganze Jahr umherirren wird. An diesem Tag war es wichtig, Streit zu vermeiden, und selbst im Falle von Konflikten sollte man sich versöhnen – denn es ist eine besondere Zeit.

Die Tradition des Didukh - eines Garbes aus Weizen oder Roggen, die mit getrockneten Blumen geschmückt wurde und auf einem Tisch stand, wo die Ikonen hingen, wurde gut bewahrt.

Was man an Weihnachten tun und nicht tun sollte

Da der gesamte Zyklus der Weihnachts- und Neujahrsfeiern für die Ukrainer eine große Bedeutung hat, war ab dem Heiligen Abend für 12 Tage jegliche körperliche Arbeit untersagt, mit Ausnahme der Pflege des Viehs und der Essenszubereitung.

Es war auch nicht erlaubt, Geld zu leihen oder zu verleihen, da man glaubte, dass man das Jahr so verbringen wird, wie man es beginnt. Niemand wollte das ganze Jahr über finanzielle Schwierigkeiten haben.

Interessant ist, dass am Heiligen Abend Rituale zur Austreibung von Unwesen durchgeführt wurden, wobei gesprochen wurde:

„Wenn du jetzt nicht kommst, so komme das ganze Jahr nicht, am anderen Ufer ist dein Abendessen.“

Zu Weihnachten gingen die Menschen auch singen. Die Dorfbewohner verkleideten sich in verschiedene Charaktere und besuchten die Häuser, um traditionelle Lieder – Koliadki – zu singen.

Heute stellt Weihnachten in der Ukraine nicht nur ein spirituelles Fest dar, sondern auch die Möglichkeit, nationale Traditionen zu betonen und Familienbindungen zu stärken. Mit den neuen Veränderungen im Datum der Feier haben die Ukrainer die Möglichkeit zusammen diesen wichtigen Tag zu feiern, während sie ihre einzigartigen Bräuche und kulturellen Traditionen bewahren, die von Generation zu Generation weitergegeben werden.


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