Morgendliche Tasse Kaffee: Warum Schlafexperten zu 90 Minuten Wartezeit raten.
Der ideale Zeitpunkt für den ersten Kaffee
Nach Angaben von TSN.ua: Der amerikanische Schlafforscher Dr. Michael Breus empfiehlt, nach dem Aufwachen etwa 90 Minuten zu warten, bevor man zur Kaffeetasse greift. Nur so könne das Koffein seine volle Wirkung entfalten. Sein Rat basiert auf einer einfachen Beobachtung: Während des Schlafs verliert der Körper durch die Atmung fast einen Liter Flüssigkeit. Dieser Wasserverlust kann das allgemeine Wohlbefinden nach dem Aufstehen erheblich beeinträchtigen.
Um diesen Verlust auszugleichen, rät Breus, in den ersten 90 Minuten nach dem Aufstehen drei bis vier Gläser Wasser zu trinken. Er weist zudem darauf hin, dass die Spiegel der Hormone Cortisol und Adrenalin nach dem Schlaf ohnehin schon hoch sind, was die Notwendigkeit von Koffein relativiert.
„Koffein wirkt harntreibend und kann den Flüssigkeitsverlust noch verstärken“, betont Dr. Breus.
Wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien
Eine Studie der Universität von Arizona aus dem Jahr 2025 untermauert diese These: Demnach sollte man mit dem Kaffeegenuss sogar etwa zwei Stunden nach dem Aufwachen warten. Adenosin, das für Müdigkeit verantwortlich ist, wird im Schlaf abgebaut. Erholt sich der Adenosinspiegel nicht ausreichend, fällt die anregende Wirkung des Koffeins schwächer aus.
„Wenn man zu diesem Zeitpunkt Koffein zu sich nimmt, ist dessen stimulierende Wirkung geringer“, erklärt Breus.
Die Forscher heben folgende Vorteile eines späten Kaffeekonsums hervor:
- Die belebende Wirkung des Kaffees hält länger an.
- Der Körper kann die Flüssigkeit besser speichern.
- Die Effizienz des Koffeins wird für aktive Menschen gesteigert.
Wer die Empfehlungen des Arztes befolgt, kann seinen Kaffeekonsum optimieren und das Wohlbefinden nach dem Schlaf verbessern. Gerade für Menschen, die morgens auf Koffein angewiesen sind, um Energie und Konzentration zu steigern, sind diese Tipps besonders wertvoll. Ein besseres Verständnis der Vorgänge im Körper während des Schlafs und in den ersten Stunden nach dem Aufwachen kann maßgeblich zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.
Lesen Sie auch
- Neues Medikament verdoppelt Überlebenszeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs
- Erstmals seit den 1980ern: Fleischfressender Parasit in Texas entdeckt – welche Gefahr droht den USA?
- Ärztin warnt vor Keimen auf Geldscheinen: So lange überleben Bakterien
- Erstattung für Kuraufenthalte: Wer Anspruch hat und wie der Antrag läuft
- Starker Sonnensturm der Stufe G3 trifft am 5. Juni auf die Erde: Welche Auswirkungen auf den Menschen erwartet werden
- Erneute Militärärztliche Untersuchung möglich – entscheidende Angabe im Attest

