Ehemaliger Verbündeter Putins nennt den Krieg in der Ukraine einen Fehler: Was mit Kozak passiert ist.
Einer der ältesten Verbündeten des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der ehemalige Kurator des besetzten Donbass, Dmitri Kozak, erklärte, dass die Invasion Russlands in die Ukraine ein Fehler war. Nach diesem Eingeständnis verlor er an Macht und musste Sergej Kirijenko Platz machen.
Darüber berichtet die New York Times (NYT).
Wodurch Kozak Putin enttäuschte
Die Publikation berichtet, dass Kozak über Jahrzehnte hinweg ein treuer Assistent Putins bei der Durchführung 'mancher sensibelsten Aufgaben' war. Jedoch erzählten drei Personen, die dem Kreml nahestehen, sowie zwei sachkundige Vertreter des Westens der Publikation, dass Dmitri Kozak heute für kaum etwas verantwortlich ist und fast alle seine Befugnisse an Sergej Kirijenko übergegangen sind.
'Kozak enttäuschte Putin, weil er klar zu verstehen gab, dass er die Invasion in die Ukraine für einen Fehler hält', heißt es in dem Bericht.
Insbesondere riet Kozak dem russischen Diktator vor der umfassenden Invasion in die Ukraine, dies nicht zu tun. Laut Insidern soll er Putin vor den schrecklichen Folgen der kompletten Invasion gewarnt haben und einen entschlossenen Widerstand der Ukraine prognostiziert haben.
Außerdem wird berichtet, dass Putin im Frühjahr 2022 ein Friedensabkommen mit der Ukraine, das Kozak angeblich zuvor mit Kiew abgestimmt hatte, abgelehnt hat.
Was über Kozak bekannt ist
Dmitri Kozak wurde in der sowjetischen Ukraine geboren, diente in sowjetischen Spezialeinheiten und arbeitete in den 1990er Jahren mit Putin im Rathaus von Sankt Petersburg. Als Putin im Jahr 1999 Premierminister Russlands wurde, ernannte er Kozak zu seinem Büroleiter.
In den folgenden Jahren war Kozak wohl einer von Putins engsten Vertrauten, der seine Hauptprojekte leitete – von der Vorbereitung der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi bis zur Integration der besetzten Krim in das russische System.
Nach Jahren treuer Dienste und der Arbeit an verschiedenen Projekten erklärte der ehemalige Kurator des besetzten Donbass, Dmitri Kozak, dass die Invasion Russlands in die Ukraine ein Fehler war, der zum Verlust von Macht und dem Übergang an Sergej Kirijenko führte. Dies zeugt von der Zerschlagung zuvor fester Verbindungen und Abweichungen in der ukrainischen Politik.Lesen Sie auch
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