Neue US-Einreisebestimmungen: Ab April 2026 Kaution von 15.000 Dollar für Reisende aus 50 Ländern.
Das Visa-Bond-Programm der USA
Nach Angaben von Novyny.live: Ab dem 2. April 2026 tritt in den USA ein neues Verfahren für die Beantragung von B1/B2-Visa in Kraft. Das sogenannte Visa-Bond-Programm verlangt von Staatsangehörigen aus 50 Ländern die Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 15.000 Dollar. Diese Regelung stellt eine deutliche Verschärfung dar, da B1/B2-Visa zu den am häufigsten genutzten Visumkategorien gehören – auch für Reisende aus der Ukraine.
Eingeführt wurde das Programm bereits im August 2025. Es sieht vor, dass Antragsteller aus betroffenen Staaten eine finanzielle Sicherheit leisten müssen, um ein Visum zu erhalten. Der festgelegte Betrag liegt bei 15.000 Dollar. Zum 2. April 2026 wird die Liste der betroffenen Länder auf 50 erweitert, darunter 12 neue Staaten. Diese Ausweitung könnte die Zahl der B1/B2-Visumanträge spürbar beeinflussen.
Wirtschaftlicher Hintergrund des Programms
Das Visa-Bond-Programm hat auch eine finanzielle Dimension: Das US-Außenministerium spart durch die Maßnahme jährlich bis zu 800 Millionen Dollar, die bisher für die Suche und Abschiebung illegaler Migranten aufgewendet wurden. Dies zeigt, dass das Programm nicht nur die Visumvergabe reguliert, sondern auch darauf abzielt, die Kosten der Einwanderungskontrolle zu senken.
Zu den Ländern, die unter das Visa-Bond-Programm fallen, gehören:
- Algerien
- Angola
- Antigua und Barbuda
- Bangladesch
- Benin
- Bhutan
- Botswana
- Grenada
- Georgien
- Äthiopien
- Burundi
- Cabo Verde
- Kambodscha
- Zentralafrikanische Republik
- Elfenbeinküste
- Kuba
- Dschibuti
- Dominica
- Fidschi
- Gabun
- Gambia
- Guinea
- Guinea-Bissau
- Mauretanien
- Namibia
- Nepal
- Nigeria
- São Tomé und Príncipe
- Senegal
- Tadschikistan
- Tansania
- Togo
- Tonga
- Turkmenistan
- Tuvalu
- Uganda
- Vanuatu
- Venezuela
- Sambia
- Simbabwe
- Lesotho
- Mauritius
- Mongolei
- Mosambik
- Nicaragua
- Papua-Neuguinea
- Seychellen
- Tunesien
Die Einführung des Visa-Bond-Programms ist ein bedeutender Schritt in der US-Einwanderungspolitik. Sie könnte die Migrationsströme aus den genannten Ländern merklich verändern. Die Hinterlegung einer Kaution stellt für viele Antragsteller eine finanzielle Hürde dar, während sie gleichzeitig das Risiko für das US-Einwanderungssystem verringert.
Das Programm reiht sich in eine allgemeine Verschärfung der US-Einwanderungskontrollen ein, die durch die steigende Zahl illegaler Migranten ausgelöst wurde. Diese Entwicklung stellt auch die diplomatischen Beziehungen der USA zu den betroffenen Staaten vor neue Herausforderungen.
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